Dorothy Wellesley

30. Juli 1889 - 11. Juli 1956

 

Dichterin, Schriftstellerin, Herausgeberin, Gartengestalterin

 

 

Dorothy Violet Wellesley (Dottie), geb. Ashton, wurde in Heywood Lodge in White Waltham / Berkshire geboren; sie war die Tochter von Lucy Cecilia Dunn Gardner und Robert Ashton, of Croughton, Cheshire, und hatte einen um ein Jahr älteren Bruder, Robert Cecil Noel, Scamb genannt. Ihr Vater stammte aus einer reichen Fabrikantenfamilie und lebte hauptsächlich auf seiner Yacht "Minerva" - die stürmische Umsegelung von Schottland im Alter von fünf Jahren blieb Dorothy in dramatischer Erinnerung. Er war ein verschlossener, exzentrischer Mann, der zu Selbstgesprächen neigte; seine Tochter bewunderte ihn und beschrieb ihn als Träumer ohne Ziel, als Dichter ohne Worte.

Ihre Mutter war eine komplizierte Persönlichkeit, die einerseits Reichtum und gesellschaftliche Stellung über alles liebte, andererseits aber schüchtern und schwach war. Sie liebte ihren Sohn, stand aber ihrer Tochter distanziert gegenüber. Erst auf ihrem Totenbett schenkte sie ihr ein Lächeln, das einzige und letzte, wie Dorothy in ihren Memoiren vermerkte. Als ihr Vater nach langer Krankheit allein auf seiner Yacht starb - Dorothy war etwa sieben Jahre alt - lebte die Familie in Leybourne Grange / Kent, einem Anwesen, in dessen Nähe eine Schlossruine war, wo angeblich ein Selbstmörder mit aufgeschnittener Kehle sein Unwesen trieb; Robert Ashton hatte dort Gespensterjagden organisiert und damit wesentlich dazu beigetragen, dass seine Tochter Zeit ihres Lebens sehr empfänglich für die Gespenster- und Geistergeschichten war, welche sich um ihre diversen Wohnsitze rankten. Mit dem Tod des Vaters verlor Dorothy einen Menschen, der ihre kreative Seite unterstützt hatte und der sie vor allem liebte: als er starb, hatte er einen Brief seiner Tochter unter dem Kopfkissen.

Nach dem Tod des Vaters heiratete ihre Mutter 1899 Aldred Lumley, 10. Earl of Scarbrough, für die Kinder ein alter Bekannter, der oft in Leybourne Grange zu Besuch gewesen war und den sie ebenso oft in seinem Schloss Sandbeck Park bei Rotherham in Yorkshire besucht hatten. Die Kinder, ihr Dartmoor-Pony "Nobbie" und der Neufundländer "Gyp" lebten sich gut in Sandbeck Park ein - viele Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung wie Reiten, Fischen und Rudern standen ihnen offen - und entwickelten ein gutes Verhältnis zu ihrem Stiefvater und seinen Geschwistern: Ida Countess of Bradford, Lily Marchioness of Zetland, Sybil Countess Grosvenor, Osbert Lumley und seine Frau Constance. Ein weiterer riesiger Besitz des Earls war das mittelalterliche Lumley Castle im County Durham (heute ein Luxushotel), auf dessen Restaurierung die neue Countess bestand und es zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt werden ließ - hier spukte eine gewisse "Lily of Lumley".

Bei Ausbruch des Burenkriegs ging Lord Scarbrough nach Afrika, seine Frau folgte ihm ans Kap und blieb dort eineinhalb Jahre; ihre Tochter kam in die Obhut einer Gouvernante aus Luxemburg, die ihre fließend französisch beibrachte, ihr Sohn kam in eine Privatschule. Nach der Rückkehr der Eltern wurde Dorothy 1901 ohne Angabe von Gründen mit ihrem Kindermädchen Alice Smith und ihrem Boxer "Toby" für fast drei Monate nach Norfolk geschickt, wo sie in der Mühle der Eltern von Alice Smith wohnte und zum ersten Mal ein "normales" Leben kennen lernen sollte. Nach ihrer Rückkehr fand sie ihre neugeborene Schwester Serena Mary Barbara vor; trotz des großen Altersunterschiedes entstand zwischen den Schwestern eine tiefe Bindung, da ihre Mutter die beiden Mädchen eher ignorierte: als Dorothy sie einmal aus Freude über eine angekündigte Florenz-Reise umarmen und küssen wollte, meinte die Mutter "Geh weg, ich kann es nicht ertragen von einer Frau geküsst zu werden".

Kurz nach der Geburt ihrer Schwester bekam Dorothy eine neue Gouvernante, Fräulein Reuss aus Köln, die sich sowohl um ihre Gesundheit kümmerte als auch um ihre bisher vernachlässigte Bildung: sie lernte griechische und römische Geschichte und las die Werke ausländische Dichter. Trotzdem wirkte sich - auf längere Sicht - der Privatunterricht nachteilig aus, da ihr - wie ihre Freundin Vita Sackville-West später meinte - der intellektuellen Ansporn fehlte und die Disziplin beim Lernen. Bereits als Jugendliche begann sie Gedichte zu schreiben und rebellierte gegen die Konventionen; Sir George Goldie, der maßgeblich an der Gründung Nigerias beteiligt war und dessen Biografie sie 1934 schrieb, behauptete, dass er ihre Kopfhaut untersucht habe und dort Beulen der Wut, Überheblichkeit, Streitlust gefunden habe, die für eine Elfjährige sehr entwickelt waren.

Das Leben von Dorothy spielte sich nun - wie in ihren Kreisen üblich - auf wechselnden herrschaftlichen Wohnsitzen ab, die je nach Saison oder Einladungen besucht wurden: die kalte Jahreszeit verbrachte sie mit der Familie in der Villa "La Bastide" an der französischen Riviera, im Frühling folgten Reisen nach Italien und immer wieder längere Aufenthalte bei Verwandten und Bekannten wie z. B. ihrer Tante Mary Robinson, geb. Duff-Gardner, (Dullingham House, Newmarket / Cambridgshire), dem Cousin ihrer Mutter Algernoon Dunn Gardner (Denston Hall), ihrer Tante Lily Zetland in deren Jagdhaus "Letterwe" in Schottland (Loch Maree) oder auf Lord Fitzwilliams Ansitz "Wentworth Woodhouse"; und in all diesen Häusern kursierten Geschichten von früheren BewohnerInnen, von Gespenstern und übernatürlichen Ereignissen, an die sie bereitwillig glaubte.

Im Alter von siebzehn wurde Dorothy in die Gesellschaft eingeführt - zu ihrem Entsetzen wurde ihr nahe gelegt, die Haare aufzustecken. Die Familie zog in ihr Londoner Haus 21 Park Lane und ihre erste, sechs Wochen dauernde Saison begann: Tanzeinladungen, Bälle, Feste bis ins Morgengrauen, Lunch-Einladungen und langweilige Runden in der Familienkutsche, um Visitkarten abzugeben. Völlig erschöpft kehrte sie nach Yorkshire zurück und teilte ihren Eltern mit, nie mehr eine Saison in London erleben zu wollen. Sie begab sich auf Reisen, verbrachte einen Sommer mit ihrer deutschen Gouvernante und der exzentrischen Schriftstellerin Edith Milnar, die mit den Lumleys verwandt war, in Oberammergau: das Landleben, die gesunde Kost, das einfache Leben erinnerten sie an die glückliche Zeit in der Mühle in Norfolk - und es regte sich in ihr Widerstand gegen das elitäre Leben zu Hause.

Aus gesundheitlichen Gründen verbrachte Dorothy einen Winter in St. Moritz, weitere folgten, mit Schifahren und Rodeln, wobei es nicht immer ohne Verletzungen abging. Mit der Lektüre von Edward Gibbon, John Addington Symond und Walter Pater bereitete sie sich 1912 auf einen Sommer in Rom vor - der englische Botschafter Sir Rennell Rodd und seiner Frau hatten sie eigeladen. Wegen des plötzlichen Todes ihres Bruders musste sie ihren Aufenthalt abbrechen; Robert, der seit seinem neunzehnten Lebensjahr eine leidenschaftliche, aber auch verhängnisvolle Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt hatte, war - völlig ausgebrannt - an Schwindsucht verstorben. Er hinterließ Dorothy sein Anwesen in Cheshire und sein Vermögen und machte sie damit zu einer wohlhabenden Frau. Auf Anraten des engen väterlichen Freundes Sir Goldie wurde sie nach dem Begräbnis wegen ihres schlechten psychischen Zustandes nach Montreux zur Erholung geschickt.

Dem "Heiratsmarkt", auf dem sie sich seit ihrer Einführung in die Gesellschaft befand, stand Dorothy Wellesley ablehnend gegenüber; die Freundschaft mit ein paar jungen Männer, die sie interessant fand, wollte sie nicht vertiefen und umgekehrt lehnten manche ihren zunehmend sarkastischen Ton ab. Erst die Bekanntschaft mit Gerald Wellesley (ab 1943 der siebente Duke of Wellington) führte zu einer engeren Beziehung. Gerald Wellesley, 1885 geboren, war ein intelligenter, musisch begabter Mann, der eigentlich Architekt werden wollte, aber auf Wunsch der Eltern in den diplomatischen Dienst trat: nach drei Jahren in St. Petersburg, wechselte er 1912 in die Botschaft nach Konstantinopel; er war eng mit Harold Nicolson befreundet, seinem Kollegen in der Botschaft, war kurzfristig mit Violet Trefusis verlobt gewesen, der Jugendfreundin und späteren Geliebten Vita Sackville-Wests, Harolds zukünftiger Frau.

Dorothy, reiche Erbin und publizierende Schriftstellerin - "Early Poems" erschienen 1913 - heiratete, geführt von ihrem Stiefvater, Gerald Wellesley am 30. April 1914 in der Klosterkirche St Bartholomew the Great in Smithfield, einer der ältesten Kirchen Londons; Dorothy trug ein weiß/goldenes Brokatkleid, mit einer langen Schleppe und einem Brautschleier, der mit orangenfarbenen Blüten an einem Lorbeerkranz befestigt war; ihre Brautjungfern hatten schlüsselblumenfarbene Satinkleider an. Nach der Trauung wurde das Paar - wie in ihren Kreisen üblich - mit kostbaren Geschenken überschüttet, darunter einer Diamant- und Saphirnadel für Gerald als Geschenk von der spanischen Königin. Danach ging es über Florenz und Venedig nach Konstantinopel, wobei die "Hochzeitsreise" dadurch getrübt wurde, weil sie in Italien, wo es ununterbrochen regnete, von Dorothys Schwiegermutter und einer Tante begleitet wurden. In Konstantinopel wohnten sie vorerst ein paar Wochen in einem Hotel in Pera, dem heutigen Istambuler Stadtteil Beyoglu, bevor sie ein Haus in Therapia, heute Tarabya, fanden, dem Diplomatenviertel und berühmt für seine aus Holz gebauten Villen am Bosporus. Das rege gesellschaftliche Leben mit Einladungen der Vertreter anderer Botschaften, wie z. B. der deutschen und der amerikanischen, die Erkundung der Umgebung bei Ausritten mit Dorothys Cousin Robin Hollway, der auf Besuch war, endete mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die Botschaft beschloss die Ausreise der Kinder und Frauen und für Dorothy, die damals bereits schwanger war, begann eine beschwerliche Reise: eine dreitägige Fahrt nach Sofia, mit dem Zug nach Piräus, wo sie auf ihren Mann traf, von Athen mit dem Schiff über Korfu nach Brindisi und mit dem Zug weiter nach Rom. Nach ein paar Tagen bei den Rodds in der Botschaft und einer vorübergehenden Unterkunft außerhalb von Porta Pia fanden sie schließlich ein perfektes Haus: die Villa Vellesli, in dem am 2. Juli 1915 ihr Sohn geboren wurde, in einem Saal, geschmückt mit den Fresken römischer Kaiser. In einem von den Eltern entworfenen Taufbecken aus Halbedelstein wurde er auf den Namen Arthur Valerian getauft und Dorothy legte ein Album an, das sie neunzehn Jahre lang mit Fotos füllte. Das Haus der Wellesleys wurde bald Treffpunkt für eine Reihe von jungen Menschen: der Architekturhistoriker und Schriftsteller Geoffrey Scott, der später eine Affäre mit Vita Sackville-West hatte und ein Freund Maynard Keynes war, Cecil Pinsent, ein Gartenarchitekt und Partner von Scott, der z. B. den Garten von Iris Origos Gut "La Foce" in der Toscana gestaltete, Gerald Thyrwhitt, späterer Lord Berners, ein exzentrischer Komponist klassischer Musik, Schriftsteller und Maler.

Nach Kriegsende kehrten das Paar nach England zurück, verbrachte die ersten Tage bei Gerald Wellesleys Vater in Ewhurst, fuhr dann nach London, wo mittlerweile die Spanische Grippe kursierte und sowohl die BewohnerInnen im Haus der Wellesleys (Apsley House am Hyde Park, bekannt als "Number One London", heute Wellington Museum) als auch im Haus der Lumleys (Park Lane) erkrankt waren. Die schwangere Dorothy Wellesley wurde im Londoner Haus der Sackvilles in der Ebury Street untergebracht und bekam dort im Dezember 1918 ihre Tochter Elizabeth. Mit besonderer Erlaubnis des Königs wurde das Baby in der Royal Chapel, St. James’s Palace getauft, die Taufpaten waren Robin Hollway und Dorothys Halbschwester Serena, genannt Mitey.

Dank Dorothys Vermögen konnte sich die Familie in London ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Haus am Portland Place - geplant vom Architekten Robert Adams, mit Originalmalereien von Angelica Kaufmann -, leisten und als Landsitz Sherfield Court, Sherfield-on-Loddon nahe Basingstoke. Diese finanzielle Sicherheit ermöglichte aber auch beiden, ihre Interessen und künstlerischen Begabungen wahrzunehmen: so waren die ersten Jahre ihrer Ehe sicher als glücklich zu bezeichnen. Gerald Wellesley war nun als Architekt tätig und entwarf gemeinsam mit seinem Partner Trenwith Wills den Umbau von Sherfield Court: es wurden Seitenflügel angebaut, eine Bibliothek und ein Musikraum eingerichtet; das Anwesen mit seinen weiten blühenden Wiesen und einem Schwimmbad wurde sowohl zum Treffpunkt der Freunde der Kinder als auch der Freunde der Eltern: Lady Colefax, Ethel Sands, Raymond Mortimer, Clive Bell, Leigh Ashton, Eddie Marsh, Dame Adelaide Livingstone, Cynthia Asquith, Bob Asquith und viele mehr zählten zu den Gästen.

Vita Sackville-West und ihr Mann Harold Nicolson gehörten zu den engen Freunden der Wellesleys, sie unternahmen Reisen wie z. B. nach Italien und verbrachten viele gemeinsame Wochenenden in Sherfield. Während sich die Beziehung der beiden Frauen immer mehr vertiefte - Vitas Kosename für Dorothy war "Aprile" -, wurden die Eheschwierigkeiten der Wellesleys größer. Ende 1922 kam es endgültig auf Wunsch Dorothys zur Trennung, aber nie zu einer Scheidung (daher wurde sie 1943 die Duchess of Wellington); Dorothy unterstützte ihren Mann weiterhin mit jährlichen Zahlungen.

Nach Verkauf des Hauses am Portland Place bewohnte Dorothy eine zweigeschossige Wohnung in einem Regency House Ecke Mount Street, mit Blick auf den Hyde Park, in der die Kinder und zwei Angestellte im oberen Stockwerk untergebracht waren, während das untere Stockwerk für Einladungen und vor allem zum Schreiben verwendet wurde. Dorothy arbeitete an ihrem Buch über Sir George Goldie und recherchierte dafür in der London Library und im British Museum. Zu dieser Zeit lernte sie Virginia Woolf kennen und bekam einen zwar freundlichen aber auch Angst einflößenden Eindruck von ihr, da diese keine Toleranz gegenüber Menschen hatte, die ihr intellektuell unterlegen waren; obwohl selbst aus gutem Hause stammend, stellte sie unzählige Fragen über Sitten und Gebräuche der "upper class", die oft bis an die Grenze der Peinlichkeit gingen; überhaupt stand sie - wie auch die anderen "Bloomsburys" den Menschen, die gesellschaftlich zu "Mayfair" gehörten, kritisch gegenüber und sprach ihnen jegliche Ernsthaftigkeit ab.

Anfang 1926 begleitete Dorothy Vita Sackville-West ein Stück auf ihrer Reise nach Persien: von Triest fuhren sie mit dem Schiff über Brindisi nach Alexandria - dort trafen sie Ronnie Balfour -, mit der Bahn ging es weiter nach Kairo, sie besuchten die Pyramiden und die Sphinx, klagten über die vielen Touristen in Luxor, fuhren durch den Suez Kanal und überquerten den Indischen Ozean. In Bombay wohnten sie bei dem Botschaftssekretär Colins Forbes Adam und seiner Frau Irene, nahmen dann den Zug nach Agra und besuchten den Taj Mahal und fuhren nach Dehli. Nach ihrer Rückkehr in Bombay trennten sich ihre Wege: Vita fuhr weiter zu ihrem Mann nach Persien und Dorothy kehrte nach England zurück. Im darauf folgenden Sommer verbrachten die beiden mit ihren Kindern eine Woche in der Normandie. Vita Sackville-Wests 1926 erschienenes Gedicht "The Land" war Dorothy Wellesley gewidmet und das Ende des Textes war für sie geschrieben:

 

Sie schreitet durch die Schönheit, die sie weckte,

Zwischen Apfelblüten und des Wassers Saum,

Über des Teppichs Muster, das buntgescheckte -

jede Blume ihr Sohn, ihre Tochter jeder Baum.

 

Im darauf folgenden Jahr entschloss sich Dorothy spontan mit Vita Sackville-West nach Persien zu reisen: In Begleitung des Kunsthistorikers Leigh Ashton und Marjorie Jebb - Autorin von "Tuscany Heritage" - fuhren sie mit dem Zug über Warschau nach Moskau; nach zwei Tagen in der Britischen Mission reisten sie weiter nach Baku, fuhren mit dem Schiff übers Baskische Meer nach Rasht, wo sie von Harold Nicolson und Marjories Bruder Gladwyn Jebb erwartet wurden. Von Teheran aus machten sie Ausflüge in die nähere Umgebung; eine größere Rundreise führte sie nach Qum (Kum), Persepolis und Isfahan und in die Bahktiari Berge; dort brach Dorothy, die das Lagerleben nicht mochte, ihren Aufenthalt ab, nahm von Teheran ein Flugzeug - zum ersten Mal in ihrem Leben - nach Baku, und kehrte von dort mit dem Zug über Moskau nach England zurück. Trotz des vorzeitigen Abbruchs war es diese Reise, die sie am meisten von allen anderen fasziniert und beeindruckt hatte.

Die wechselnden Liebesbeziehungen Vita Sackville-Wests - neben Virginia Woolf, Mary Campbell, Valerie Taylor, Hilda Matheson - führten aber nicht zu einem Bruch der Freundschaft, Dorothy war ihr weiter treu ergeben. Trotz der latent bestehenden Eifersucht zwischen Dorothy und Virginia Woolf, investierte sie Geld in die Hogarth Press und wurde Ende 1927 Herausgeberin der "Hogarth Living Poets": "Lady G. Wellington hat mich gekauft", meinte Virginia Woolf dazu.

Während einer längeren Abwesenheit Vita Sackville-Wests - sie war bei ihrem Mann in Berlin - befreundeten sich Hilda Matheson und Dorothy; es folgten gemeinsame Urlaube in der Schweiz und in Italien. Hilda Matheson war eine gute Freundin und bereit, sich die Probleme Dorothys - Einsamkeit, Depressionen, die schwierige Mutter-Beziehung - anzuhören und umgekehrt konnte sie sich mit Dorothy über ihre beruflichen Schwierigkeiten beim Rundfunk aussprechen; beide hatten viele gemeinsame Interessen und die Beziehung wurde so eng, dass Hilde Matheson schließlich 1933 nach "Penns in the Rocks" zog.

Da Sherfield Court für Dorothy nach der Trennung zu groß geworden war und es außerdem zu nahe den Schwiegereltern lag, verkaufte sie es und erwarb 1928 Penns: sehr zum Leidwesen ihres Sohnes, der zum Trost ein Labrador Baby bekam, genannt Bess, nun der dritte Hund in der Familie: Elizabeth hatte Dan und Dorothy die Dänische Doge Brutus (s. Gemälde "Penns in the Rocks" von Rex Whistler). Das um um 1700 erbaute Anwesen - benannt nach dem Quaker William Penn, der Maria Gulielma Springett, die Erbin des Grundbesitzers geheiratet hatte - lag in der Nähe von Withyham / Sussex. Vita Sackville-West half ihr sowohl bei der Suche nach einem neuen Wohnsitz als auch später bei der Planung des Parks. Das große Haus, umgeben von Felsen, war über Jahre leer gestanden und vernachlässigt, aber für Dorothy war es der Platz, von dem sie ein Leben lang träumte. Vanessa Bell und Duncan Grant wurden beauftragt, den Speiseraum des Hauses umzugestalten und hatten dabei völlig freie Hand: malvenfarbene Silbervorhänge mit gelb-orangen Applikationen, ein Teppich in leuchtendem Farbkontrast, Wandgemälde, die vom Boden bis zur Decke reichten unterbrochen von achteckigen Spiegeln, eine bemalte Umrahmung des offenen Kamins und Armstühle, die nach einem Entwurf von Roger Fry für die Omega Werkstätte ausgeführt wurden, gaben dem Raum eine neue Charakteristik. Auf einer Lichtung vor dem Haus wurde ein kleiner klassischer Tempel errichtet, der vor allem von Yeats sehr geschätzt wurde. Penns wurde bald zu einem literarischen und gesellschaftlichen Treffpunkt: zu den ständigen BesucherInnen gehörten Vita Sackville-West, Eddie Sackville-West, Lady Ottoline Morrell, Ethel Smyth, der Literaturwissenschaftler David Cecil, der Maler und Designer Rex Whistler, der Maler und Zeichner William Rotenstein, der Schriftsteller und Kritiker Walter J. Turner, der Historiker H. A. L. Fisher, und später Ruth Pitter, Shane Leslie, Stephen Spender und viele andere. Zwei Steinplatten im Park erinnern heute an Dorothy Wellesley und ihre FreundInnen: die eine an Hilda Matheson, ihre "amica amicarum", die andere an die Dichter, die Penns liebten: W. B. Yeats, Walter de la Mare, W. J. Turner, Ruth Pitter, Vita Sackville-West.

Im Mai 1935 lernte Dorothy W. B. Yeats kennen; Yeats hatte begeistert ihr Gedicht "Horses" gelesen und trat mit ihr über Lady Ottoline Morrell in Kontakt: es entstand ein reger Briefwechsel und es entwickelte sich eine enge Freundschaft, die bis zum Lebensende von Yeats dauern sollte. Bei seinen zahlreiche Besuchen in Penns wurden Dichterlesungen und Diskussionsrunden organisiert - für Dorothy zählten diese Jahre zu den interessantesten ihres Lebens.

Im Dezember 1938 fuhr sie mit Hilda Matheson und W. J. Turner an die französische Riviera, um Weihnachten und den Jahreswechsel in "La Bastide" zu verbringen; Yeats hielt sich mit seiner Frau aus gesundheitlichen Gründen in einem kleinen Landhotel auf Cape Martin auf. Es fanden gemeinsame Essen und kleine Ausflüge statt, bald jedoch kam es zu einer rapiden Verschlechterung von Yeats' Gesundheitszustand und er starb am 28. Jänner 1939; Dorothy verbrachte die letzten Tage an seinem Krankenbett, nahm die Witwe bei sich auf und blieb bis zu seinem Begräbnis in Roquebrune in Frankreich. Die intensive Diskussion - sowohl mündlich als auch schriftlich - zwischen Yeats und Wellesley über Poesie im allgemeinen, über ihr Schreiben bis hin zu Korrekturen und möglichen Änderungen, veröffentliche Dorothy 1940 in dem Band "Letters on Poetry from W. B. Yeats to Dorothy Wellesley"; eine Neuausgabe wurde 1964 von Kathleen Raine herausgegeben.

Weitere Verluste sollten folgen: Im Oktober 1940 starb Hilde Matheson überraschend nach einer Schilddrüsenoperation: Dorothy, die sehr von ihr abhängig war, konnte diesen Verlust nicht bewältigen und suchte Zuflucht zum Alkohol. Ronnie Balfour, der wie ein zweiter Bruder für sie war, wurde 1941 bei einem Autounfall getötet, Rex Whistler fiel im Krieg und Walter J. Turner starb 1946.

Trotz dieser Schicksalsschläge und ihrer zunehmenden Alkoholsucht versuchte sie ihr Leben aktiv zu gestalten: sie nahm Flüchtlinge in Penns auf, veranstaltete weiterhin Dichterlesungen, schrieb und war als Herausgeberin tätig. Immer wieder stürzte sie jedoch auch in tiefe Depressionen, wie bei einer von den Sitwells veranstalteten Lyriklesung in der Aeolion Hall (April 1943), bei der die Königin und ihre Töchter anwesend waren, wo sie - betrunken - nicht mehr fähig war aufzutreten und sie dem Selbstmord nahe war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Dorothy wieder zu reisen: sie besuchte u. a. den Libanon und Zypern - wo sie kurz überlegte Penns zu verkaufen, England hinter sich zu lassen und in Bellapais ein Haus zu bauen. Die Reiselust, die sie ihr ganzes Leben lang begleitet hatte, veranlasste sie noch ein paar Jahre vor ihrem Tod sich zu fragen, wie es wohl gewesen wäre, wenn sie den Mut und die Stärke von Freya Stark, Gertrude Bell oder Ella Maillart gehabt hätte: hätte sie dann vielleicht ebenso spektakuläre Reisen auf sich genommen, wäre sie vielleicht eine Archäologin geworden? Schließlich nahm sie aber die Dinge so wie sie waren: sie war bestimmt dazu gewesen, Gedichte zu schreiben, sie hatte wunderbare Reisen gemacht und sie hatte tiefe Freundschaften geschlossen. Mit diesen Erinnerungen lebte sie die letzten Jahre ihres Lebens in "Penns in the Rocks", wo sie kurz vor ihrem 67. Geburtstag starb.

 

Nach Friedrich Wilds "Die englische Literatur der Gegenwart" (1931) ist Dorothy Wellesleys Lyrik der Gruppe von Dichtern zugeordnet, die eine moderne Art der Naturbetrachtung und romantisches Träumen mit reflektierender Deutung verbinden. Wellesley hatte eine intensive, detaillierte und sehr persönliche Sicht der Natur; Yeats bezeichnete ihr Werk als "leidenschaftlich genau"; allerdings achtete sie oft nicht auf Grammatik und Syntax und war nur sehr ungern zu einer Überarbeitung bereit. Mit den Versuchen, ihre Texte mit amateurhafter Philosophie, Geschichte und Archäologie zu verbinden, wollte sie - nach Vita Sackville-West - den Texten ein Gewicht gaben.

1913 wurde beim Londoner Verlag Elkin Mathews ihr erster Band "Early Poems" unter dem Pseudonym M. A. (Miss Ashton) mit fünfzig Gedichten veröffentlicht, andere folgten in regelmäßigem Abstand: der Privatdruck "Poems" (1920); der Vita Sackville-West gewidmete Band "Pride and Other Poems" (1923), in dem sie einige Landschaftsbilder (wie "Spring Storm", "The Fen") entwirft, in dem Titelgedicht "Pride" das Geständnis einer unerwiderten großen Liebe macht - eine Art Gegenstück zu Elizabeth Barret-Brownings "Sonnets from the Portoguese" - und in "The Ascent of Icarus" den gestürzten Sohn des Sonnengottes ein halbdramatisches Selbstgespräch führen lässt. Es folgen "Lost Lane" (1925) und das philosophische Lehrgedicht "Genesis: An Impression" mit Holzschnitten des amerikanischen Illustrators und Designers George Wolfe Plank (1926), in dem sie zeigt, wie sich der primitive Mensch die Naturkräfte gefügig macht und dann aus Todesfurcht zu der Vorstellung eines Gottes kommt; dazu ist "Matrix" (1928) ein Gegenstück, eine Art Ode, voll pessimistischer Lebenseinstellung, die auf der Suche nach dem Entstehung und Sinn des Lebens schließlich das Nichtgeborensein vorzieht. Weitere Werke sind "Deserted Houses: A poem sequence" (1930), "Jupiter and the Nun", das letzte handgedruckte Buch von Virginia und Leonard Woolf (1932), "Poems of Ten Years. 1924-1934" (1934), "Selections from the Poems of Dorothy Wellesley" mit einem Vorwort von Yeats und einer Porträtzeichnung Wellesleys von William Rothenstein (1936) "Lost Planet and Other Poems" (1942), "The Poets" (1943), "Desert Wells: New Poems" (1946), "Beyond the Grave. Letters on Poetry to W. B. Yeats from Dorothy Wellesley" (1949) und "Rhymes for Middle Years" mit Bildern von Faith Jacques (1954). Ihre gesammelten Gedichte "Early Light" erschienen 1955.

1934 veröffentlichte sie "Sir George Goldie. Founder of Nigeria. A Memoir", außerdem schrieb sie über Dante Gabriel und Christina Rossetti, versuchte ein Kinderbuch zusammenzustellen mit Auszügen von Milton, Shakespeare, Swinburne u. a., das allerdings kein Erfolg war. Ihre Autobiografie erschien 1952 unter dem Titel "Far Have I Travelled", gewidmet ist sie ihrer Tochter Elizabeth. Vita Sackville-West, die das Manuskript von Wellesleys junger Sekretärin Ursula Codrington zugeschickt bekommen hatte, meinte dazu nicht sehr freundschaftlich: schrecklich und dümmlich, eine Mischung aus Gejammer und Prahlerei.

Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit war Dorothy Wellesley auch als Herausgeberin aktiv. Mit einem Vorwort von Vita Sackville-West veröffentlichte sie 1929 "The Annual", eine Auswahl von literarischen Texten aus "Forget-me-not" und anderen Jahrbüchern des 19. Jahrhunderts. "Forget-me-not" war ein illustrierter, literarischer Jahresalmanach, der ab 1822 von Rudolph Ackermann herausgegeben wurde.

Für die Hogarth Press gab sie die Reihe "Hogarth Living Poets" heraus, in der zwischen 1924 und 1932 vierundzwanzig Bände (erste Serie) und zwischen 1933 und 1937 fünf Bände (zweite Serie) erschienen. Darüber hinaus unterstützte sie die Reihe auch finanziell. 1937 gestaltete sie gemeinsam mit W. B. Yeats die monatlich in der Dubliner Cuala Press erscheinenden "Broadsides: A Collection of New Irish and English Songs"; illustriert wurde diese Serie vor allem auch durch Yeats’ Bruder Jack Butler Yeats, Beiträgerinnen waren u. a. Hilda Matheson, Edith Sitwell, Dorothy Wellesley.

Nach einer Bombardierung Londons, bei der Millionen von Büchern und Dokumenten zerstört wurden, beschloss ein Herausgeberkomitee des Verlagshauses William Collins, dem auch Dorothy Wellesley angehörte, die Produktion einer Serie von erschwinglichen, schön illustrierten Bänden zu Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technik: "Britain in Pictures". Die ersten zehn Bändchen der Reihe erschienen noch im Namen des von Dorothy Wellesley gegründeten Privatverlags "Penns-in-the-Rocks Press" bei Collins, die weiteren dann direkt bei Collins. Bis 1950 erschienen insgesamt 126 Bände, verfasst von bekannten AutorInnen wie z. B. Elizabeth Bowen, Graham Greene, Rose Macaulay, George Orwell, John Russell, Vita Sackville-West, Edith Sittwell, Rebecca West und vielen anderen Experten der jeweiligen Wissensgebiete; Virginia Woolf war eine der wenigen, die sich weigerten für die Reihe zu schreiben. Dorothy Wellesley übernahm die Herausgabe der Serie "The English Poets in Pictures" und schrieb 1941/42 die Einleitung für sechs Bände (Shelley, Byron, Tennyson, Keats, Coleridge, Wordsworth); jedes der Bücher hatte achtzig Seiten, vier Farb- und zwanzig schwarz/weiß-Abbildungen. Sheila Dunbar Shannon, spätere Mrs. Patric Dickinson, half ihr bei der Suche nach weniger bekannten Porträts der einzelnen Dichter.

Dorothy Wellesley by Howard Costner

Vita Sackville-West beschrieb ihre Freundin Dorothy Wellesley im "Oxford Dictionary of National Biography" mit folgenden Worten:

"Von schlanker Gestalt, fast überzart mit leuchtendblauen Augen, hellem Haar, durchscheinendem weißem Teint, war sie eine natürliche Rebellin, verwarf alle Konventionen und überkommenen Vorstellungen und erwies sich in ihrem Leben als eine Agnostikerin, als feuriger Geist, beseelt von einer leidenschaftlichen Liebe zur Schönheit in allen ihren Ausformungen ... Ihrem Gemüt nach war sie eine geborene Romantikerin, doch bei ihrer Taufe hatte die böse Fee verfügt, daß ihre intellektuellen Fähigkeiten es niemals mit ihrer Einbildungskraft würden aufnehmen können."

Aus "Victoria Glendinning: Vita Sackville-West". Frankfurt am Main 1990, S. 161

Robert Ashton / Lucy Cecilia Ashton, geb. Dunn Gardner / Dorothy Wellesley, geb. Ashton, achtzehnjährig

Dorothy Wellesley 1935

Dorothy Wellesley 1935 (Foto: Lady Ottoline Morrell)


Leybourne Grange bei Westmalling, Kent

Leybourne Grange bei Westmalling, Kent

Sandbeck Park bei Rotherham, Yorkshire

Sandbeck Park bei Rotherham, Yorkshire

Lumley Castle, Durham

Lumley Castle, Durham

Sherfield Court, Sherfield-on-Loddon, Hampshire

Penns in the Rocks, Withyham, Sussex

Penns in the Rocks, Withyham, Sussex





Dorothy Wellesley - Veröffentlichungen (Auswahl):

(Miss Ashton): Early Poems, 1913. Elkin Mathews, London 1913 / Reprints: University of California Libraries / Biblio Bazaar 2009 / Sagwan Press 2015

Poems, 1920. John Murray, London 1920

Pride and Other Poems. William Heinemann, London 1923

Lost Lane. William Heinemann, London 1925

Genesis. An Impression. Ill. by George Wolfe Plank. William Heinemann, London 1926

Matrix. Hogarth Living Poets, First Series, No. 3. Hogarth Press, London 1928

Deserted House. A Poem-Sequence. Hogarth Living Poets, First Series, No. 16. Hogarth Press, London 1930

(Ed.): A Broadcast Anthology of Modern Poetry. Hogarth Living Poets, First Series, No. 17. Hogarth Press, London 1930

(Ed.): The Annual. Being a selection from the Forget-Me-Nots, Keepsakes and other Annuals of the Nineteenth Century. Introduction: Vita Sackville-West. Cobden-Sanderson, London 1930

Jupiter and the Nun. Hogarth Press, London 1932

Poems of Ten Years, 1924–1934. Macmillan, London 1934

Sir George Goldie. Founder of Nigeria. A Memoir. With a Historical Introduction by Stephen Gwynn. Macmillan, London 1934

Selections from the Poems of Dorothy Wellesley. Introduction: W. B. Yeats. Macmillan, London 1936

(Ed. with William Butler Yeats): A Broadside. A Collection of New Irish and English Songs. Numbers 1–12, Cuala Press, Dublin 1937

(Ed.): Letters on Poetry from W. B. Yeats to Dorothy Wellesley. Introduction: Dorothy Wellesley. Oxford University Press, London and New York 1940

(Ed. and Introduction): Shelley. English Poets in Pictures, Britain in Pictures Series 7, Penns-in-the-Rocks Press bei Collins, Turnbridge Wells 1941

(Ed. and Introduction): Byron. English Poets in Pictures, Britain in Pictures Series 8, Penns-in-the-Rocks Press bei Collins, Turnbridge Wells 1941

(Ed. and Introduction): Tennyson. English Poets in Pictures, Britain in Pictures Series 19, William Collins, London 1942

(Ed. and Introduction): Keats. English Poets in Pictures, Britain in Pictures Series 20, William Collins, London 1942

(Ed. and Introduction): Coleridge. English Poets in Pictures, Britain in Pictures Series 43, William Collins, London 1942

(Ed. and Introduction): Wordsworth. English Poets in Pictures, Britain in Pictures Series 44, William Collins, London 1942

Lost Planet and Other Poems. Hogarth Press, London 1942

The Poets and Other Poems. Penns in the Rocks Series 1, H. W. Baldwin, Turnbridge Wells 1943

Desert Wells. Ne Poems. Michael Joseph, London 1946

Beyond the Grave. Letters on Poetry to W. B. Yeats from Dorothy Wellesley. Baldwin 1949

Selected Poems, 1949. Williams and Norgate, London 1949

Far Have I Travelled. James Barrie, London 1952

Rhymes for Middle Years. Ill. by Faith Jacques. James Barrie, London 1954

Early Light. The Collected Poems of Dorothy Wellesley. Rupert Hart-Davis, London 1955

(Ed.): Letters on Poetry from W. B. Yeats to Dorothy Wellesley. Introduction: Kathleen Raine. Oxford University Press, London and New York 1964 / Read Books 2007


Abbildungsnachweis:

Dorothy Wellesley by Howard Costner. Frontispiz in "Dorothy Wellesley: Far Have I Travelled". James Barrie, London 1952

Robert Ashton / Lucy Cecilia Ashton, geb. Dunn Gardner / Dorothy Wellesley, geb. Ashton, achtzehnjährig: "Dorothy Wellesley: Far Have I Travelled". James Barrie, London 1952

Dorothy Wellesley 1935: Dorothy Violet Wellesley (née Ashton), Duchess of Wellington by Lady Ottoline Morrell, 1935, NPG Ax143879 © National Portrait Gallery, London

Leybourne Grange: www.ebay.ie/itm/LEYBOURNE-GRANGE-MAIDSTONE-KENT-RP-WEST-MALLING-POSTED-1912-RP-/183948298534

Sandbeck Park bei Rotherham, Yorkshire: commons.wikimedia.org/wiki/File:CS_p5.372_-_Sandbeck_Park,_Yorkshire_-_Morris%27s_County_Seats,_1880.jpg

Lumley Castle, Durham: de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lumley_Castle_01.jpg / Foto (Ausschnitt) von Rob Bishop, 2003

Sherfield Court, Sherfield-on-Loddon, Hampshire: "Dorothy Wellesley: Far Have I Travelled". James Barrie, London 1952

Penns in the Rocks, Withyham, Sussex:

www.geograph.org.uk/photo/5780786, © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.


Literatur- und Quellenverzeichnis:

J. Howard Woolmer: A Checklist of the Hogarth Press. 1917–1946. Woolmer/Brotherson Ltd., Revere, Pennsylvania 1986

Joanne Shattock: The Oxford Guide to British Women Writers. Oxford University Press, Oxford 1994

Jane Wellesley: A Journey Through My Family. The Wellington Story. Phoenix, Orion Books, London 2009

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Virginia Woolf: Briefe 1. 1888–1927. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006

Victoria Glendinning: Vita Sackville-West. Eine Biographie. Frankfurter Verlagsanstalt. Frankfurt am Main 1990

Michael Carney: Stoker. The Life of Hilda Matheson OBE. 1888–1940. Wales 1999

Friedrich Wild: Die englische Literatur der Gegenwart (seit 1870). Versdichtungen. Dioskuren Verlag, Leipzig 1931

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