EDITH LOUISA SITWELL

7. September 1887 - 9. Dezember 1964

 

Dichterin, Schriftstellerin, Herausgeberin

 

 

Vom Augenblick meiner Geburt an war ich meine ganze Kindheit und Jugend hindurch bei meinen Eltern unbeliebt. ("Mein exzentrisches Leben", S.31)

 

Edith Sitwell war das älteste der drei Kinder von Lady Ida Emily Augusta Denison, Tochter des Earl of Londesborough, und Sir George Reresby Sitwell. Ediths Mutter war bei ihrer Geburt erst achtzehn Jahre alt, war unglücklich in ihrer Ehe und führte ein Leben ohne Interessen und Aufgaben; sie wurde Alkoholikerin und kränkte ihre Tochter mit ihrer Gleichgültigkeit, mit ihrer scharfen Kritik und mit ihren Wutausbrüchen. Ihr Vater, Sachbuchautor und Mitglied des britischen Unterhauses, führte ein auf sich bezogenes Leben, sammelte Antiquitäten und widmete sich hauptsächlich seinen Studien der Geschichte, der Genealogie, der Heraldik, der Architektur und dem Gartenbau. Auch er stand seiner Tochter eher gleichgültig gegenüber.

Edith wurde im Haus ihrer Großmutter (Woodend) in Scarborough, Yorkshire, geboren und wuchs in Renishaw Hall auf, dem Familiensitz der Sitwells in Derbyshire. Sie wurde zu Hause unterrichtet, lernte Klavier und Cello, Malen und Zeichnen, und erhielt - auf Wunsch ihres Vaters - Gymnastikunterricht. Ihre Kindheit war nicht glücklich: ihre Eltern interessierten sich nicht für ihre musikalische und literarische Begabung, sie waren enttäuscht über ihr Aussehen, das nicht dem klassischen edwardianischen Schönheitsideal entsprach. Sie wurde sehr rasch über 1,80 Meter groß, musste wegen ihres gekrümmten Rückens und ihrer schwachen Fußgelenke Metallspangen tragen und ihre Nase wurde in ein Metallgestell gezwängt, um sie ansehnlicher zu machen. Ihre beiden jüngeren Brüder Osbert (1892–1969) und Sacheverell (1897–1988) bewunderten ihre Fantasie und konnten dadurch die elterliche Missachtung ein wenig ausgleichen.

1903 wurde Helen Rootham Ediths Gouvernante und blieb bis zu ihrem Tod (1938) enge Vertraute und Gefährtin. Sie war musikalisch hochbegabt, schrieb Gedichte und übersetzte Rimbaud sowie serbische Heldengedichte ins Englische. Durch sie lernte Edith sowohl neue Musik als auch neue Lyrik - Verlaine, Rimbaud und Baudelaire - kennen und ergänzte damit ihre bisherige Lektüre: Keats, Morris, Shakespeare, Shelley, Swinburne und Yeats; Edith blühte auf und gewann an Selbstbewusstsein, gemeinsam unternahmen sie 1903 eine Reise nach Paris und besuchten andere europäische Hauptstädte.

Mit fünfundzwanzig verließ Edith ihr Elternhaus und zog mit Helen Rootham nach London, wo sie schließlich eine billige - ihr Vater unterstütze sie nur geringfügig - Wohnung in Pembridge Mansions, 22 Moscow Road, Bayswater, fand, in der sie bis 1932 blieb. Sie wollte sowohl finanziell als auch emotional unabhängig sein, ihren Unterhalt selbst verdienen und arbeitete vorübergehend bei der Pensionskasse in Chelsea - für einen Wochenlohn von fünfundzwanzig Shilling und zwei Shilling Kriegszulage. Schon als junges Mädchen hatte sie gewusst, dass sie Gedichte schreiben wollte und in London begann sie, ihr Leben dem Schreiben zu widmen. Für ihre Gedichte - soweit sie Menschen betrafen - fand sie die Vorbilder in ihrer familiären und gesellschaftlichen Umgebung: Angestellte, Nachbaren oder Vikare, mit denen sich ihre Großmutter mütterlicherseits umgab. Von nun an sollte sie eine unermüdliche Verfechterin alles Neuen werden, in der Kunst, in der Literatur und in der Musik.

Ihre Gestalt, ihr knochiges Gesicht und ihre dünnen Haare veranlassten sie, ganz bewusst der gängigen Mode einen sehr individuellen, exotischen Stil entgegenzusetzen: sie trug lange Röcke, Samt- oder Brokatkleider mit weiten Ärmeln, eindrucksvolle Armreifen, Halsketten und Ringe, lackierte ihre Nägel silbrig oder perlmuttern und betonte mit ihren auffallenden Kopfbedeckungen ihre markanten Gesichtszüge. In einem Brief an Vita Sackville- West (22. März 1927) vergleicht Virginia Woolf sie mit einem sauberen "Hasenknochen, den man im Moor findet, besteckt mit Smaragden. Sie ... ist distinguiert und altjüngferlich und hysterisch und empfindsam. ... sie flattert herum wie ein Seevogel, der so traurig ruft."

Obwohl die neue Wohnung alles andere als repräsentativ war, begann Edith sich als Gastgeberin zu betätigen und lud bekannte und bekanntwerdende Frauen und Männer aus der künstlerischen und intellektuellen Szene oder Menschen, die sie bemitleidete, zum Tee ein. Gemeinsam mit ihren Brüdern bewegte sie sich in den literarischen Zirkeln der höheren Gesellschaft - Lady Colvin, Lady Tree, Lady Colefax, Alice Keppel - und bei ihren Teegesellschaften und den Abendgesellschaften ihres Bruders Osbert in seinem Haus am Swan Walk und dann am Carlyle Square standen Namen wie Harold Acton, Clive Bell, Vanessa Bell, Arnold Bennett, Roy Campbell, W. H. Davies, Diaghilew, T. S. Eliot, Roger Fry, George Gershwin, Lydia Lopokowa, Maynard Keynes, Leonid Massine, Maurice Ravel, Walter Sickert, Arthur Waley, Virginia Woolf ... auf der Gästeliste.

Die gemeinsamen Interessen der Geschwister Sitwell führten 1916 zur Gründung von "Wheels", einer jährlich erscheinenden Anthologie, als Gegenpol zu den von Edward Marsh herausgegebenen Anthologien "Georgian Poetry" gedacht, die sie und ihrer Brüder ablehnten und gegen die sich ihr Werk richtete. Titelgebend für "Wheels" war das gleichnamige Gedicht von Nancy Cunard; die Zeitschrift bestand bis 1921, zu ihren größten Erfolgen gehörten die Veröffentlichungen von sieben Kriegsgedichten von Wilfrid Owen (1919) und von Gedichten von Nancy Cunard, Iris Tree und Aldous Huxley. Einen der Umschläge von "Wheels" (1920) gestaltete der futuristische und später von Picasso beeinflusste Maler Gino Severini, der auch die Fresken von Schloss Montegufoni bei Florenz malte, wo Edith viele ihrer Sommer verbrachte. Ediths Vater, Sir George, hatte 1907 das Schloss als Ruine erworben und restaurierte es jahrelang; Severini gestaltete die "Sala delle Maschere", einen Raum, den Sir George seinen Söhnen zugeteilt hatte.

Der FreundInnen- und Bekanntenkreis um Edith war groß, wechselte und war von Zwistigkeiten geprägt; gute Freunde waren u. a. Robert Graves und seine erste Frau, Arnold und Marguerite Bennett; Wyndham Lewis schwärmte für sie und porträtierte sie mehrfach - ließ aber nach einem Zerwürfnis in einem Porträt ihre Hände weg, Stella Bowen, Roger Fry, Alvaro Guevara, Nina Hamnett, C. R. W. Nevinson, Pawel Tschelitschew, Rex Whistler malten sie, Cecil Beaton verewigte sie in zahlreichen Fotos.

Durch Roger Fry lernte sie den chilenischen Maler und Dichter Alvaro Guevara kennen, in den sie sich verliebte; er war von Edith und ihrer Dichtung sehr beeindruckt, schrieb einen Beitrag für "Wheels", zeichnete eine Gruppe von RadfahrerInnen für die Umschlagsinnenseiten von "Wheels" (1918) und malte ein Porträt von Edith, in dem sie auf einem von Roger Fry für die Omega Workshops entworfenen Stuhl sitzt; obwohl Guevara nur freundschaftliche Gefühle hatte, da er zu diesem Zeitpunkt mit Nancy Cunard liiert war, schafften es beide, eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen.

Einen "Adoptiv- und Wahlbruder" fanden die Geschwister Sitwell in dem jungen, noch unbekannten Komponisten William Walton; mit ihm entwickelte Edith ab 1921 "Facade", experimentelle Gedichte und Performances, bei denen sie - vorerst im privaten Bereich - experimentelle, abstrakte Gedichte, untermalt von der Musik Waltons, mit Hilfe eines Megaphons rezitierte. Im Juni 1923 fand die erste öffentliche Präsentation von "Facade" im Londoner Konzertsaal Aeolian Hall statt: um die Persönlichkeit der Dichterin von den Texten zu trennen, trat Edith hinter einem Vorhang auf, auf dem eine Frau mit geschlossenen Augen und geöffneten Mund gemalt war. Die Reaktion des Publikums wechselte von amüsiert bis empört, die Presse reagierte zwiespältig. Bei dem anschließenden Fest in Osbert Sitwells Haus traf sich die künstlerische und intellektuelle Szene, u. a. Harold Acton, Clive Bell, Eugene Goossens, Lytton Strachey, Evelyn Waugh und Ada Leverson, eine alte Freundin der Sitwells, die zum Großteil in Florenz lebte.

Dorothy Todd, die Herausgeberin der britischen Ausgabe von Vogue machte sie 1924 mit Gertrude Stein bekannt, die Ediths "männlichen Verstand" schätzte und wohl auch die Vehemenz, mit der sie in England für Steins Texte eintrat. In ihrem in der Hogarth Press veröffentlichten Essay "Poetry and Criticism" meinte Edith, dass die Art wie Gertrude Stein mit Worten umging, indem sie Wortgruppen auflöste und neu ordnete, der Sprache zu neuem Leben verhalf. Edith veranstaltete im Juni 1926 zu Ehren Gertrude Steins eine Gesellschaft, Anlass für Virginia Woolf, sich sarkastisch darüber zu äußern: ein Schwarm von Juden, Stein, die allen jungen Menschen großen Schaden zufügt, brüchige Möbel, Edith Sitwell zum Ausgleich mit Juwelen besteckt wie eine ertrunkene Meerjungfrau.

1927 lernte Edith durch Gertrude Stein den russischen Maler Pawel Fjodorowitsch Tschelitschew kennen: damit begann eine lange, für Edith oft schmerzliche Beziehung, die erst mit Tschelitschews Tod 1957 endete. Der um einiges jüngere, homosexuelle Maler sah in Edith seine Muse, die ihm beruflichen Erfolg und gesellschaftlicher Anerkennung verschaffen konnte; sie liebte ihn, förderte ihn und schloss auch seinen Freund, den amerikanischen Pianisten Allan Tanner, in ihre Betreuung ein. Durch unermüdlichen Einsatz gelang es Edith im Sommer 1928 in der Londoner Galerie Claridge eine Einzelausstellung für Tschelitschew zu organisieren, die zwar nicht besonders erfolgreich war, ihn aber doch bekannter machte. Sie schrieben sich unzählige Briefe und blieben auch in Kontakt, als er 1934 mit seinem neuen Partner, dem Schriftsteller Charles Henri Ford in die USA fuhr. Tschelitschew malte sechs Porträts von Edith und modellierte ihren Kopf in Wachs.

Edith reiste viel; sie machte Bildungsreisen durch ganz Europa, verbrachte viele Sommer in Italien - auf Schloss Montegufoni nahe Florenz- und wählte vor allem Paris als ihren bevorzugten Aufenthaltsort. Sie verkehrte in den Buchhandlungen von Adrienne Monnier (La Maison des Amis des Livres) und Sylvia Beach (Shakespeare & Company), die im Jänner 1931 für Edith eine Lesung organisierte, zu der die literarische Avantgarde von Paris kam. Eine weitere Lesung, in der sie über Gertrude Stein sprechen wollte, geriet zum Eklat, da sie nur Shakespeare und elisabethanische Lyrik interpretierte und ihre eigenen Gedichte las. Der Grund für diese Brüskierung könnte Tschelitschew gewesen sein, der von Gertrude Stein fallen gelassen worden war. Sie freundete sich mit Stella Bowen an, die sie malte, und unternahm viel mit Allanah Harpers, einer jungen kunst- und literaturbegeisterten, wohlhabenden Engländerin, die ein tiefe Verehrung für Edith empfand.

Nachdem bei Ediths Gefährtin und früheren Erzieherin Helen Rootham Krebs diagnostiziert wurde, übersiedelte diese 1932 zu ihrer Schwester Evelyn Wiel nach Paris; da die Miete in Pembridge Mansions erhöht wurde und Edith sich alleine die Miete nicht leisten konnte, beschloss sie, London zu verlassen und nach Paris zu gehen - nicht zuletzt auch wegen Tschelitschew. In England hielt sie nicht viel, nur bei ihrem Bruder Sacheverell und seiner Frau Georgia, die auf Weston Hall in Northhamptonshire lebten, fand sie bei ihren Besuchen eine Art Zuhause, ein Zuhause, das ihr Renishaw Hall nie bieten konnte.

In Paris wohnte sie bei Helen Rootham und Evelyn Wiel in der Rue Saint-Dominique 129, in einem herabgekommenen Viertel, hatte ein kleines Zimmer, vollgestopft mit Bildern und Büchern, konnte wegen der bettlägerigen Helen keine Besuche empfangen, arbeitete aber trotz dieser beengten Verhältnisse täglich an ihrem Buch "Englische Exzentriker", in dem sie in die Beschreibung der Feministin Margaret Fuller etwas von ihrer eigenen unbefriedigenden Beziehung zu Tschelitschew einfließen ließ.

Entgegen ihrer Erwartungen fühlte sie sich in Paris wie im Exil; die Pflege von Helen erschöpfte sie und ließ Arbeit kaum zu, außerdem belastete sie die neue Liebe Tschelitschews zu dem amerikanischen Schriftsteller Charles Henri Ford. Sie fuhr immer wieder nach England, wohnte teilweise bei ihrem Bruder auf Weston Hall, teilweise bei ihren Eltern auf Renishaw Hall, wo ihr die alten Streitigkeiten zwischen dem Vater und ihren Brüder wegen finanzieller Angelegenheiten das Leben erschwerten. Da sie während ihrer Englandaufenthalte nicht länger im Haus ihrer Eltern oder ihrer Brüder leben wollte, entschloss sie sich Anfang 1935 Mitglied im "Sesame and Imperial Pioneer Club" (49 Grosvenor Street) zu werden. Der Damenclub wurde ihr zukünftiger Londoner Stützpunkt und sie konnte wieder ihre Gesellschaften geben: Gäste waren u. a. Leonard und Virginia Woolf, John Lehmann, Dylan Thomas, dem sie half, bekannt zu werden und Stephen Spender, der in seiner Autobiographie "Welt in der Welt" ein anschauliches Bild Ediths zeichnete:

"Ihre Züge schienen wie aus Alabaster geschnitzt, aus dem die schmalen Schlitze der Augen humorvoll, gütig, kühl und bekümmert, zuweilen auch verschlagen blickten. Sie trug imposante Kleider und großen Schmuck, ein Elfenbeinkreuz, einen Jadeanhänger, eine Goldgarnitur mit riesigen prachtvollen Steinen wie aus einer Bischofsmitra. Im Äußeren wie im Gedicht war sie immer ganz ihr triumphierendes Ich, und doch immer über sich hinaus in das Leben anderer Menschen, anderer Zeiten reichend. Sie war teilnahmsvoll und hilfsbereit, ihr eigenes Wohl hing mit dem Wohl ihrer Freunde zusammen." (S. 351)

Der Gesundheitszustand von Helen Rootham verschlechterte sich zunehmend, obwohl Edith mehrmals mit ihr nach Levanto an die ligurische Küste oder nach Spanien fuhr, da ihr ein wärmeres Klima gut tat. Ab Weihnachten 1937 blieb Edith zur Pflege ihrer Freundin nahezu die ganze Zeit in Paris, wo Helen Rootham im Oktober 1938 verstarb: zwischen Erleichterung und Erlösung, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung, musste Edith nun ihre Pläne für die Zukunft machen. Mit dem Tod von Helen verlor Edith einen Menschen, der als erstes ihre Begabung entdeckte und förderte und der fünfunddreißig Jahre an ihrer Seite lebte. Die Beziehung hatte sich allerdings im Lauf der Zeit verändert, Edith hatte sich ihre eigenen Kreise geschaffen, auf die wiederum Helen, die keinen Zugang hatte, eifersüchtig war.

Edith kehrte schließlich im September 1939 nach dem Einfall Deutschlands in Polen - sie befand sich gerade in Levanto - sofort nach England zurück; alle ihre Sachen blieben in Paris, sie fuhr auch später nicht mehr zu Evelyn Wiel in die Rue Saint-Dominique. Ab nun lebte sie mit ihrem Bruder Osbert entweder auf Renishaw Hall oder im Sesame Club. Da ihre Mutter 1937 verstorben war und ihr Vater ganz in Montegufoni lebte, hatten ihr Bruder und sie das Haus für sich alleine.

Während ihr Bruder Osbert als Friedensrichter tätig war, strickte Edith - es war schon immer eine Lieblingsbeschäftigung - für ihre Umgebung Socken und Pullover, und richtete sich in Renishaw Hall ein; das Haus hatte nach wie vor keinen Strom und war schwer zu beheizen, statt des einst prächtigen Gartens wurden Gemüsebeete angelegt, so dass sie sich während des Krieges versorgen konnten. Mit ihrem Bruder Osbert führte sie ein harmonisches Zusammenleben, in dem jeder seine Interessen verfolgen konnte; Edith gewöhnte sich an, halbe Tage lang, manchmal auch länger, im Bett zu bleiben und zu schreiben, Osbert begann mit der Arbeit an seiner Autobiografie. Besucher auf Renishaw Hall waren längerfristig David Horner, der Freund Osberts, John Piper, der die Arbeit Osberts illustrieren sollte, es kamen Anthony und Violet Powell, Evelyn Waugh und Robert Herring mit Winifred Ellermann (Bryher), die gemeinsam die Zeitschrift Life and Letters To-Day herausgaben, für die Edith Beiträge verfasste. Bryher besuchte Edith oft und wurde ihr zur wahren Freundin; praktisch veranlagt und begütert, besorgte sie im Krieg warme Kleidung und ließ es auch an finanzieller Unterstützung nicht fehlen.

Der Briefkontakt mit Tschelitschew, der seit September 1939 wieder in New York war, wurde während des Krieges wieder enger; beiden ging es nicht gut und so fanden sie im jeweils anderen Stärke und Bestätigung.

Mitte 1943 starb Sir George Sitwell und hinterließ Renishaw Hall und Montegufoni Osbert, Edith bekam sechzig Pfund jährlich und Aktien, das restlich Vermögen ging an Sacheverells Söhne.

Die Nachkriegszeit verbrachte Edith teilweise auf Renishaw Hall, teilweise in London, wo sie an zahlreichen Lesungen teilnahm oder Lesungen organisierte. Auch während des Krieges hatte sie Lesungen in London veranstaltet, u. a. eine Lyrik-Lesung in der Aeolian Hall, an der Vita Sackville-West teilnahm, die großen Wert auf Ediths Meinung legte und sich sehr freute, als 1946 Edith ihr Gedicht "The Garden" lobte.

Ab Herbst 1947 verbrachte Edith regelmäßig einige Wochen im Branksome Towers Hotel in Bournemouth, begleitet von Evelyn Wiel, die von Edith seit dem Tod von Helen Rootham regelmäßig unterstützt wurde.

Nach einer positiven Rezension von Ediths "The Shadow of Cain" durch dem marxistischen Gelehrten Jack Lindsay entwickelte sich ab 1948 zwischen ihm und Edith eine literarische Freundschaft mit häufigen Treffen und einem intensiven Briefwechsel; er verstand es, sie zum Schreiben zu motivieren, obwohl ihre körperlichen Kräfte langsam nachließen. Weiteren Auftrieb erhielt sie 1948 durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Leeds und die Universität Durham, auch die Universitäten Oxford (1951) und Sheffield (1955) ehrten sie. 1954 erhielt sie den Titel DBE (Dame Commander of the Order of the British Empire).

Im Oktober 1948 fuhr Edith mit Osbert und seinem Freund David Horner auf der Queen Mary für sechs Monate in die USA: Charles Henri Ford, der Freund von Tschelitschew, mittlerweile für Edith vom Feind zum Freund geworden, initiierte eine Vortragsreise, die nach langer Zeit auch ein Wiedersehen mit Pawel bedeutete. Sie besuchte New York und war von der Stadt überwältigt, reiste in den mittleren Westen und bekam großen Zuspruch in Yale und Boston. Sie traf Greta Garbo, Charlie Chaplin, Marianne Moore und war Gast einer Pressekonferenz, bei der u. a. W. H. Auden, Elizabeth Bishop, Marianne Moore, Stephen Spender, Gore Vidal und Tennessee Williams anwesend waren.

Im Herbst 1950 unternahm sie - wieder mit Osbert und David Turner - eine zweite Reise in die USA, die sie diesmal von New York an die Westküste nach Hollywood führte; sie besuchte auch San Francisco, Florida und Mexico. Sie kam in Kontakt mit Carson McCullers, Mary Pickford, Dorothy Parker und lernte Harpo Marx und Marilyn Monroe kennen.

Nachdem man bei Osbert Sitwell 1950 Parkinson diagnostizierte, verschlechtert sich sein Zustand kontinuierlich. Auch Edith, die während des Zweiten Weltkrieges eine Alkoholabhängigkeit entwickelt hatte, bekam ernste gesundheitliche Schwierigkeiten; sie stürzte oft, aß immer weniger und ernährte sich schließlich von Milch gemischt mit Brandy.

Ab 1956 bekam sie Hilfe durch die australische Schriftstellerin Elizabeth Salter, die ihr die letzten Jahren ihres Lebens als Sekretärin und Gefährtin zur Seite stand. Mit ihr und einer Pflegeschwester unternahm sie im März 1963 ihre letzte große Reise, eine Kreuzfahrt, die sie nach Colombo in Sri Lanka, Australien und Miami führte; aus gesundheitlichen Gründen musste sie von Bermuda mit dem Flugzeug nach England zurückgebracht werden. Im Dezember 1964 starb sie an einer Gehirnblutung im St. Thomas Hospital in London. Sie wurde am Friedhof in Weedon Lois, in der Nähe des Hauses ihres Bruders Sacheverell begraben.

 

Vor allem die Lektüre Swinburnes in jungen Jahren weckte in Edith Sitwell den Wunsch, Dichterin zu werden. Nachdem 1913 im Daily Mirror ihr erstes Gedicht ("Drowned Suns") veröffentlicht worden war, begann sie, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Nach einigen Veröffentlichungen in Daily Mail erschien 1915 ihr erster schmaler Gedichtband "The Mother and Other Poems", ein zweiter - gemeinsam mit Osbert Sitwell - kam ein Jahr später heraus: "Twentieth Century Harlequinade and Other Poems". Ihren dritten Gedichtband "Clown's Houses" (1918) - gewidmet ihren Brüdern und Helen Rootham - rezensierte Virginia Woolf in Times Literary Supplement.

Neben der Herausgabe von "Wheels" in den Jahren 1916 bis 1921 publizierte sie fast jährlich ihre eigenen Gedichtbände: so erschienen 1920 "The Wooden Pegasus", 1922 "Facade" mit einem Frontispiece von Severini, 1923 "Bucolic Comedies", 1924 "The Sleeping Beauty", 1925 "Troy Park", 1926 "Elegy of Dead Fashion" mit Illustrationen von Thomas Lowinsky, 1927 "Rustic Elegies", 1928 "Metamorphosis" und 1929 "Gold Coast Customs", in dem sie afrikanische Stammesgebräuche satirisch mit den kultivierten Lebensgewohnheiten der Londoner Gesellschaft vermischte und wofür sie viel Anerkennung bekam. Nach dieser ersten Phase als Dichterin erschien 1930 eine etwa 280 Seiten starke Sammlung ihrer Gedichte, "The Collected Poems", am Frontispiece ein Porträt Ediths von Pawel Tschelitschew.

In den kommenden Jahren schrieb Edith - auch aus Geldmangel - biografische und historische Texte. 1930 erschien eine Biografie über Alexander Pope, die dazu beitrug, neues Interesse an dem Dichter zu wecken. Es folgten "Bath" (1932), ein sozialgeschichtlicher Blick auf den mondänen Kurort, in dem sie mit ihrer Tante Florence Sitwell und ihrer Großmutter einen Urlaub als 18-Jährige verbracht hatte, und "The English Eccentrics" (1933), ein Bestseller mit zahlreichen Neuauflagen und Übersetzungen; ebenso erfolgreich wurde "Victoria of England" (1936). "I Live under a Black Sun" (1937) beleuchtet romanhaft Szenen aus Jonathan Swifts Leben; Evelyn Waugh bewunderte ihren sensiblen Blick in die gequälte Seele des Autors. Für die Serie "Britain in Pictures" schrieb sie 1942 den Band "English Women", in dem sie Frauen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart darstellte und auch der 1941 verstorbenen Virginia Woolf ein Denkmal setzte. Ein weiteres historisches Werk über eine Königin, die wie Edith an einem 7. September, angeblich zur gleichen Stunde, geboren wurde, war "Fanfare for Elizabeth", das 1946 erschien.

Während des Zweiten Weltkrieges hatte Edith begonnen wieder Gedichte zu schreiben: 1942 erschien "Street Songs", die ihre bekanntesten Kriegsgedichte enthielten, Gedichte, die von der Kritik gelobt und von der jüngeren Generation wie John Lehmann, Cyril Connolly und Stephen Spender bewundert wurden. Es folgten "Green Song and Other Poems" (1944), "The Song of the Cold" (1945) und das Gedicht "The Shadow of Cain" (1947), in dem es - beeinflusst vom Atombombenabwurf auf Hiroshima - um die Aufspaltung der Welt durch zerstörerische und sich zerstörende, kriegführende Teilchen geht. Eine Auswahl von Gedichten aus den Jahren 1920 bis 1947 erschien unter dem Titel "The Canticle of the Rose" (1949), eine weitere, die einige frühe Gedichte und vor allem Gedichte aus der Kriegszeit und danach enthielten: "Selected Poems" (1952). Ihre letzten Sammlungen von Gedichten waren "Gardeners and Astronomers" (1953), ein Band mit fünf langen Gedichten, und "The Outcasts" (1962), in dem sie sich mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzt. Am selben Tag erschien auch "The Queens and the Hive", eine neue Biografie über Elizabeth I und Maria Stuart.

Edith war eine äußerst produktive Schriftstellerin: obwohl sie sich vor allem als Dichterin sah, beschäftigte sie sich auch theoretisch mit Literatur, schrieb Kolumnen und literaturkritische Texte, die z. B. in The New Age, in Time and Tide, Life and Letters To-Day und Vogue gedruckt wurden. 1925 veröffentlichte sie in der Hogarth Press das 28 Seiten umfassende Bändchen "Poetry & Criticism", 1934 "Aspects of Modern Poetry", eine Analyse der literarischen Szene, die einen Sturm der Entrüstung hervorrief und ihr Plagiatsvorwürfe einbrachte, da sie nicht oder ungenau zitierte.

Neben ihren eigenen Werken gab Edith eine Anzahl von Anthologien - immer versehen mit ihren Kommentaren, Bemerkungen und Einleitungen - heraus: Zwischen 1930 und 1932 erschien die dreibändige, mit ihrem kritischen Kommentar versehene Anthologie "The Pleasures of Poetry": "Milton an the Augustan Age", "The Romantic Revival" und "The Victorian Age". In "A Poet’s Notebook" (1943) versammelte sie Texte von und zu Autoren, die sie verehrte und die sie geprägt haben, darunter u. a. Baudelaire, Blake, Byron, Chaucer, Keats, Mallarmé, Rimbaud, Shakespeare, Verlaine, Whitman und Wordsworth, und versah sie mit Kommentaren. Über siebzig Texte und Gedichte aus verschiedenen Literaturrichtungen und Kulturen veröffentlichte sie in "Planet and Glow-Worm, a Book for the Sleepless" (1944) und für "The American Genius. An Anthology of Poetry with Some Prose" (1951) traf sie nach ihren Amerikaaufenthalten eine sehr persönliche Auswahl: u. a. Gedichte von E. E. Cummings, Emily Dickinson, T. S. Eliot, Vachell Lindsay, Herman Melville, Marianne Moore, Ezra Pound, Edgar Allan Poe, Edward Taylor, Walt Whitman. 1958 erschien schließlich die zweibändige Anthologie "The Atlantic Book of British and American Poetry", für die sie - beginnend mit Gedichten aus dem 15. Jahrhundert - eine sehr umfassende und individuelle Auswahl traf und Zeitgenossinnen wie H. D., Emily Dickinson, Amy Lowell, Edna St. Vincent Millay, Marianne Moore, Vita Sackville West, Gertrude Stein und Elinor Wylie zu Wort kommen ließ.

Im April 1965 erschien Ediths Autobiografie "Taken Care of" (dt.: "Mein exzentrisches Leben"), deren Vorwort sie noch kurz vor ihrem Tod geschrieben hat und in der sie witzig und mit scharfe Zunge ihre Zeit und Mitmenschen beschreibt, aber niemanden angreift, der sie nicht zuvor angegriffen hatte.


Literatur- und Quellenverzeichnisse:

J. Howard Woolmer: A Checklist of the Hogarth Press. 1917–1946. Woolmer/Brotherson Ltd., Revere, Pennsylvania 1986

Victoria Glendinning: Edith Sitwell. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main, 1995

Elizabeth Salter: The Last Years of a Rebel. A Memoir of Edith Sitwell. The Bodley Head, London 1967

Edith Sitwell: Mein exzentrisches Leben. Frankfurter Verlagsanstalt, Fankfurt am Main 1989

Joanne Shattock: The Oxford Guide to British Women Writers. Oxford University Press, Oxford 1994

Stephen Spender: Welt in der Welt. Eine Autobiographie. Piper, München 1992

Kyra Stromberg: Vorwort. In: Edith Sitwell: Englische Exzentriker. Eine Galerie höchst merkwürdiger und bemerkenswerter Damen und Herren. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1988

Virginia Woolf: Briefe 1. 1888–1927. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006

Renate Stendhal (Hg.): Gertrude Stein. Ein Leben in Bildern und Texten. Arche Verlag, Zürich 1989

Mo Amelia Teitelbaum: The Stylemakers. Minimalism and Classic Modernism 1915-1945, Philip Wilson Publishers, London 2010

Orlando Project: Edith Sitwell / orlando.cambridge.org/public/svPeople?person_id=sitwed

de.wikipedia.org/wiki/George_Sitwell

www.montegufoni.it/

modjourn.org/render.php?view=mjp_object&id=wheels.catalog

www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=161734001

www.open.ac.uk/researchprojects/makingbritain/content/sitwells

www.tate.org.uk/art/artworks/guevara-dame-edith-sitwell-n03509

chartscarborough.com/trails/sitwell.pdf


Bildverzeichnis:

Ölbild um 1900 von John Sargent Singer (1856-1925): de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Sargent_-_Familie_Sitwell.jpg

Renishaw Hall: commons.wikimedia.org/wiki/File:Renishaw_Hall.JPG

Porträt von Roger Fry, 1915: commons.wikimedia.org/wiki/File:Roger_Fry_-_Edith_Sitwell.jpg

Osbert Sitwell 1919: commons.wikimedia.org/wiki/File:Osbert_Sitwell_in_The_Bookman_volume_57_December_1919_p._102.jpg

Sacheverell Sitwell 1927: commons.wikimedia.org/wiki/File:Sacheverell_Sitwell_in_1927.png

Edith Sitwell 1928: by Photo Press, given by Terence Pepper. © National Portrait Gallery, London

Edith Sitwell 1929: by Elliott & Fry. © National Portrait Gallery, London

Edith Sitwell 1931: by Fox Photos Ltd. Photographs Collection, © National Portrait Gallery, London

Edith Sitwell 1937: by Howard Coster, © National Portrait Gallery, London

Ölbild um 1900 von John Sargent Singer (1856-1925)

von links: Edith Sitwell, Sir George Sitwell, Lady Ida,

Sacheverell Sitwell und Osbert Sitwell

Das denkmalgeschützte Anwesen Renishaw Hall, südöstlich von Sheffield gelegen, wurde 1625 von George Sitwell errichtet und ist heute im Besitz einer Großnichte von Edith Sitwell.

Porträt von Roger Fry, 1915

 

Stella Bowen, Roger Fry, Alvaro Guevara, Nina Hamnett, Wyndham Lewis, C. R. W. Nevinson, Pawel Tschelitschew, Rex Whistler  porträtierten Edith Sitwell, Cecil Beaton verewigte sie in zahlreichen Fotos.

 

Osbert Sitwell (1919) und Sacheverell Sitwell (1927)

Edith Sitwell 1928 und 1929

Edith Sitwell 1937 und 1931 vor ihrem Porträt, das Pawel Tschelitschew 1928 malte.


Zwischen 1916 und 1921 gaben Edith Sitwell und ihre Brüder Osbert und Sacheverell die jährlich erscheinende Zeitschrift "Wheels. An Anthology of Verse" heraus.  Beiträge dazu schrieben: John J. Adams, H. R. Barbor, Leah McTavish Cohen, Geoffrey Cookson, Nancy Cunard, Alvaro Velez Ladron de Guevara, Aldous Huxley, Arnold James, Charles Orange (=Brian Howard), Wilfred Owen, Victor Tait Perowne, Alan Porter, Franceso Quevedo, Augustine Rivers, Helen Rootham, Paul Selver, William Kean Seymour, Edith Sitwell, Osbert Sitwell, Sacheverell Sitwell, E. Wyndham Tennant, Iris Tree, Walter Sherard Vines.

Die Umschläge von "Wheels" entwarfen - in chronologischer Reihenfolge - : Phyllis Boyd, Cyril W. Beaumont, Laurence Atkinson, William Roberts, Gino Severini und Willliam Roberts.




Edith Sitwell - Veröffentlichungen (Auswahl):

The Mother and Other Poems. B. H. Blackwell, Oxford 1915

With Othbert Sitwell: Twentieth Century Harlequinade and Other Poems. B. H. Blackwell, Oxford 1916

Clown’s Houses. B. H. Blackwell, Oxford 1918

Children’s Tale. Leonard Parsons, London 1920

The Wooden Pegasus. B. H. Blackwell, Oxford 1920

Facade. The Favil Press, London 1922

Bucilic Comedies. Duckworth, 1923

The Sleeping Beauty. Duckworth, London 1924

Poetry & Criticism. The Hogarth Essays, First Series, No.11. Hogarth Press, London 1925

Troy Park. Duckworth, London 1925

Elegy on Dead Fashion. Duckworth, London 1926

Rustic Elegies. Duckworth, London 1927

Popular Song. Faber & Gwyner, London 1928

Gold Coast Customs. Duckworth, London 1929

The Collected Poems of Edith Sitwell. Duckworth, London 1930

Alexander Pope. Faber and Faber, London 1930

Beitrag in "Dorothy Wellesley (Ed.): A Broadcast Anthology of Modern Poetry. Hogarth Living Poets, First Series, No. 17. Hogarth Press, London 1930

The Pleasures of Poetry. A Critical Anthology. 3 Volumes, Duckworth, London 1930-1932

Bath. Faber and Faber, London 1932

Five Variations on a Theme. Duckworth, London 1933

The English Eccentrics. Faber and Faber, London 1933

Aspects of Modern Poetry. Duckworth, London 1934

Victoria of England. Faber and Faber, London 1936

I Live under a Black Sun. Gollancz, London 1937

Street Songs. Macmillan, London 1942

English Women. Britain in Pictures. William Collins, London 1942

A Poet’s Notebook. Macmillan, London 1943

Beiträge in: "New Writing and Daylight". Edited by John Lehmann. Hogarth Press, London 1943, 1944, 1945

Green Songs and Other Poems. Macmillan, London 1944

Editor: Planer and Glow-Worm. A Book for the Sleepless. Macmillan, London 1944

The Song of the Cold. Macmillan, London 1945

Fanfare for Elizabeth. Macmillan, London 1946

The Shadow of Cain. John Lehmann, London 1947

The Canticle of the Rose. Selected Poems 1920-1947. Macmillan, London 1949

Editor: The American Genius. An Anthology of Poetry with Some Prose. John Lehmann, London 1951

Selected Poems. Penguin, Harmondsworth 1952

Gardeners and Astronomers. Macmillan, London 1953

Introduction in "Bryher: The Fourteenth of October". Collins, London 1954

Collected Poems. Macmillan, London 1957

Editor: The Atlantic Book of British and American Poetry. Little, Brown and Comp., Boston 1958

The Queens and the Hive. Macmillan, London 1962

The Outcasts. Macmillan, London 1962

Taken Care Of. An Autobiography. Hutchinson, London 1965 / dt.: Mein exzentrisches Leben. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1989

Selected Letters of Edith Sitwell. Edited by John Lehmann and Derek Parker. Macdonald, London 1970

 

Wheels. An Anthology of Verse. 1916 - 1921. Edited by Edith Sitwell, Osbert Sitwell and Sacheverell Sitwell. B. H. Blackwell, Oxford / C.W. Daniel, London

 


Veröffentlichungen über Edith Sitwell:

Elizabeth Salter: The Last Years of a Rebel. A Memoir of Edith Sitwell. The Bodley Head, London 1967

John Lehmann: A Nest of Tigers. The Sitwells in Their Times. Macmillan, Londo n 1968

Victoria Glendinning: Edith Sitwell. A Unicorn Among Lions. Alfred A. Knopf, 1981 / dt.: Edith Sitwell. Eine Biographie. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1995

Geoffrey Elborn: Edith Sitwell. A Biography. Sheldon Press, London 1981 / Doubleday, Garden City N.Y. 1983

G. A. Cevasco: The Sitwells. Edith, Osbert, Sacheverell. Twayne Publishers, Boston 1987

Richard Greene: Edith Sitwell. Avant Garde Poet, English Genius. Hachette UK, 2011