ELIZABETH ROBINS

6. August 1862 – 8. Mai 1952

 

Schauspielerin, Schriftstellerin, Feministin

 

Elizabeth (Bessie) Robins, Pseudonym C. E. Raymond, war Amerikanerin, verbrachte aber zwei Drittel ihres Lebens in England.

Ihre Mutter Hannah Maria Robins, geb. Crow, war vor ihrer Ehe Opernsängerin: sie gebar acht Kinder - Elizabeth war das Erstgeborene - und bekam nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes Raymond 1873 postnatale Depressionen, von denen sie sich nie mehr erholte; der Tod zweier ihrer Kinder verschlechterte ihren psychischen Zustand derart, dass sie schließlich in einer Nervenheilanstalt untergebracht werden musste; Elizabeth war damals noch ein Kind. Ihr Vater Charles Ephraim Robins, ein Anhänger der sozialutopischen Ideen des englischen Sozialreformers Robert Owen, war im Bank- und Versicherungswesen tätig.

Elizabeth wurde in Louisville, Kentucky, geboren, verbrachte ihre frühe Kindheit in Staten Island, New York, und wuchs dann in Zanesville, Ohio, auf, wo sie gemeinsam mit ihren Geschwistern im Haus (The Old Stone House / Stone Academy / Robins House) ihrer Großmutter Jane Hussey Robins lebte; als Schülerin des exklusiven Putnam Seminary for Young Ladies glänzte sie vor allem in den Fächern Rhetorik und Komposition. Der Traum ihres Vaters, der sie im Vassar College Medizin studieren lassen wollte, erfüllten sich nicht: sie brach die Ausbildung ab, kehrte 1881 nach New York zurück und ging - unter dem Künstlernamen Claire Raimond - mit James O’Neills Theatergruppe für zwei Jahre auf Tournee. 1883 wechselte sie zur angesehenen Boston Museum Company und machte eine beachtliche Karriere. Sie lernte den um fünf Jahre älteren Schauspieler George Richmond Parks kennen und heiratete ihn schließlich heimlich Anfang 1885, nachdem er ihr gedroht hatte, sich umzubringen. Ein Entschluss mit tragischen Folgen: Mitte 1885 wurde der Vertrag mit der Theatergruppe wegen ihrer Heirat gekündigt, das Paar hatte finanzielle Sorgen, Parks litt unter der Trennung von seiner Frau - sie hatte bei O’Neills Company wieder eine Rolle bekommen und war sehr erfolgreich -, er war eifersüchtig, wenn sie Bücher las und war entsetzt, als sie plante zu schreiben. 1887 ertränkte sich George Parks im Charles River, seine Leiche wurde zwei Wochen später im Bostoner Hafen gefunden.

Elizabeth Robins ging nach dem Tod ihres Mannes noch einmal auf Tournee, diesmal mit der bekannten Shakespeare Theatergruppe von Lawrence Barrett und Edwin Booth; nach Abschluss der Tournee macht sie eine Schiffsreise von Kalifornien über Panama nach New York; ihr Tagebuch verarbeitete sie für den Roman "Under the Southern Cross", der allerdings erst 1907 erschien. Den Sommer 1888 verbrachte sie in Norwegen, wo sie die Tochter ihrer Freundin Sarah Chapman Bull unterrichtete. Danach übersiedelte sie nach London und startete ihre Karriere als Schauspielerin in England; sie wohnte in Manchester Square Stations, und dann in 24, Iverna Gardens.

Ihre Intelligenz, aber auch ihre Schönheit verhalfen ihr rasch, in die literarischen und künstlerischen Kreise Londons aufgenommen zu werden. Sie lernte u. a. Ellen Terry, George Bernard Shaw, Oscar Wilde und Henry James kennen, sie war mit Leslie und Julia Stephen, Virginia Woolfs Eltern, befreundet - Julia Stephen war für sie "die schönste Madonna & zugleich die vollkommenste Dame von Welt" - und sie schloss enge Freundschaft mit der Schriftstellerin Florence Bell, gemeinsam schrieben sie das Stück "Allan’s Wife" und widmeten sich gegenseitig ihre Bücher; enge Beziehungen hatte sie auch zu dem schottischen Schriftsteller, Kritiker und Ibsen-Übersetzer William Archer und dem Lyriker John Edward Masefield. H. G. Wells wurde von ihr unterstützt, indem sie ihm 1908 bei der Suche nach einem Cottage für seine schwangere Geliebte Amber Reeves behilflich war: trotz moralischer Vorbehalte vermietete sie ihm ihr Cottage in Blythe, einem Weiler bei Woldingham in Surrey.

Oscar Wilde förderte Elizabeth Robins und machte sie mit wichtigen Personen wie dem Schauspieler und Manager des Haymarket Theatre Herbert Beerbohm Tree bekannt. Nach einer Rolle in Frances Hodgson Burnetts "Der kleine Lord", übernahm sie u. a. die Hauptrolle in Ibsens "Hedda Gabler" und spielte in "The American" von Henry James, einem Stück, das zwar in London nur mäßigen Erfolg hatte, aber immerhin vom Prince of Wales besucht wurde. In der Folge war sie in fast allen Erstaufführungen von Ibsen-Stücken an der Opera Comique zu sehen und wurde eine der bekanntesten Schauspielerinnen Englands; die Ibsen-Aufführungen wurden aus einem Fond finanziert, den Virginia Woolfs jüngerer Halbbruder Gerald Duckworth gegründet hatte.

1900 reiste sie über New York, Boston und Seattle nach Alaska, um in den Goldgräbergebieten ihren verschwundenen jüngsten Bruder Raymond zu suchen: sie fand ihn schließlich in Nome, wo 1889 der Goldrausch begonnen hatte. Die Erlebnisse dieser abenteuerlichen Reise hielt sie in einer Reihe von Zeitungsartikeln fest und verarbeitete sie schließlich in "The Magnetic North", eines ihrer am besten verkauften Bücher. Nachdem sie in Alaska an Typhus erkrankt war, verbrachte sie zwei Monate in einem Krankenhaus in Seattle und hatte noch längere Zeit danach gesundheitliche Probleme; so unterzog sie sich 1903 auf Anregung ihres Arztes Vaughn Harley einer Liegekur, musste aber feststellen, dass die damit verbundene strenge Abgeschiedenheit und totale Ruhe ihr nicht gut taten.

Zurück in London beschloss sie, ihre Theaterkarriere zu beenden und sich aufs Schreiben zu konzentrieren: ihre letzte Rolle spielte sie im Oktober 1902 in Mary Augusta Wards "Eleanor" am Court Theatre.

Gemeinsam mit ihrem Bruder Raymond, der sich mittlerweile im Bereich Sozialarbeit engagierte, erwarb sie ein Anwesen in Florida, sie nannten es Chinsegut - ein Ausdruck der Eskimos für verloren und wiedergewonnen - und planten es als zukünftiges gemeinsames Zuhause. Allerdings heiratete Raymond Robins wenig später die älteste Tochter der aus Deutschland stammenden Millionärsfamilie Dreier, Margaret; Elizabeth Robins schenkte ihr zur Hochzeit einen Anteil an dem Haus und nutzte es nur mehr für Besuche.

Die kommenden Jahre waren geprägt durch ihr Engagement in der Frauenbewegung: sie kam in Kontakt mit den Pankhursts und Millicent Garrett Fawcett, gründete die Wahlrechts-Liga für Schauspielerinnen und wurde 1908 Präsidentin der neugegründeten Women Writer’s Suffrage League; sie war Mitglied der National Union of Women’s Suffrage Societies und der Women’s Social and Political Union (WSPU), hielt Vorträge und schrieb eine Reihe von Artikel für diverse Zeitschriften. Über ihre Schwägerin Margaret Dreier kam sie in Kontakt mit der amerikanischen Frauenbewegung und mit der National Women’s Trade Union League, deren Präsidentin Margaret war.

Als die Herausgeber von Votes for Women und Gründer der späteren Women’s Library, Emmeline und Frederick Pethick-Lawrence, von den Pankhursts aus der WSPU ausgeschlossen wurden, da sie nach mehreren Gefängnisaufenthalten den radikalen Kurs nicht weitergehen wollten, trat Elizabeth Robins von ihren Ämtern zurück, unterstützte aber weiterhin die Frauenwahlrechtsbewegung, auch in ihren Texten.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde sie Mitglied des International Committee of Women for Permanent Peace und arbeitete gemeinsam mit der Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Beatrice Harraden am Endell Street Hospital for Soldiers. Obwohl sie sich dem Plan ihres Vaters widersetzt hatte, Medizin zu studieren, war ihr Interesse daran groß; so unterstützte sie ihre spätere Lebensgefährtin Octavia Wilberforce sowohl finanziell als auch intellektuell beim Medizinstudium, nachdem deren Eltern ihr das Studium verboten hatten; Octavia Wilberforce war entfernt mit Virginia Woolf verwandt - sie war die Urenkelin von William Wilberforce, dessen Schwester Sarah in zweiter Ehe mit Virginia Woolfs Urgroßvater James Stephen verheiratet war - und betreute Virginia Woolf am Ende ihres Lebens.

Ab 1917 bis zu ihrem Tod lebte Elizabeth Robins mit Octavia Wilberforce zusammen; in London und in ihrem Haus in Sussex, das sie 1908 erworben hatte: Backsettown Farm in der Nähe von Henfield. Sie hatte ihr Haus 1913 als Erholungsort für Suffragetten zur Verfügung gestellt, als die Regierung das Cat and Mouse-Gesetz erlassen hatte, nach dem durch Hungerstreik und Zwangsernährung ernsthaft erkrankte Frauen vorübergehend aus der Haft entlassen wurden. Darüber hinaus dürfte sie auch verfolgte Suffragetten dort versteckt haben.

Anfang der 20-er Jahre gründete Elizabeth Robins gemeinsam mit Margaret Rhondda, Cicely Hamilton und Rebecca West die Six Point Group (siehe Rhondda), hatte eine leitende Position bei der feministischen Zeitschrift Time and Tide, schrieb zahlreiche pazifistische Artikel und beteiligte sich an der Kampagne für den Eintritt von Frauen in das House of Lords; ihre Freundin Margaret Rhondda, die Tochter des Viscount Rhondda, hatte 1918 seinen Titel geerbt, das House of Lords verweigerte der nunmehrigen Viscountess Rhondda den Sitz und es sollte bis 1958 dauern, dass Frauen im House of Lords vertreten waren.

Nachdem Octavia Wilberforce ihr Studium und ein Praktikum beendet hatte, eröffnete sie ihre eigene Praxis in Brighton (24 Montpelier Crescent), trat mit Elizabeth Robins und Louisa Martindale für die Gründung eines Krankenhauses für Frauen in Brighton (New Sussex Hospital for Women) ein und wurde schließlich dessen Leiterin; im Herbst 1927 half sie Elizabeth Robins und der Ärztin Marjorie Hubert bei der Einrichtung eines Erholungszentrums für berufstätige Frauen auf der Backsettown Farm.

Anläßlich einer Festveranstaltung im Mai 1928 - Virginia Woolf erhielt den Preis der Femina Vie Heureuse - machte sich Elizabeth Robins mit den Woolfs bekannt; dazu Virginia Woolf in ihrem Tagebuch: Little Miss Robins, die wie ein Rotkehlchen zwitscherte. Jahre später beschreibt Virginia Woolf die fast fünfundsiebzig-jährige Elizabeth Robins als alt, aber knorrig, leicht geschminkt mit runzeliger Haut, graues gelocktes Haar, intensive Augen wie ein Faun, ein kleiner eisiger Kolibri.

Den Zweiten Weltkrieg verbrachte Elizabeth Robins in den USA, kehrte aber 1950, alt und gebrechlich, nach England zurück und lebte bis zu ihrem Tod, zwei Jahre später, bei Octavia Wilberforce in deren Haus in Brighton.

Leonard Woolf besuchte sie in dieser Zeit in Brighton und fand sie in ihrem Bett liegend, umgeben von Schachteln mit Briefen, Zeitungsausschnitten, Dokumenten und allen möglichen Papieren. Obwohl Woolf sich selbst für ausdauernd, unermüdlich und widerstandsfähig hielt und fast zwanzig Jahre jünger war, musste er nach ein paar Stunden im Gespräch mit ihr erschöpft und geschwächt das Haus verlassen.

 

Elizabeth Robins erste Veröffentlichung war der fast zwanzigseitige Artikel "Across America with Junius Brutus Booth" (The Universal Review, Vol. 7, July 1890), in dem sie ihre Tour mit der Shakespeare Theatergruppe Barrett and Booth in deren eigens angefertigten Salonwagen "Junius Brutus Booth" schildert - und es wurde ihr klar, dass Schreiben einen fixen Bestandteil in ihrem Leben einnehmen würde.

Sie veröffentlichte ihre erste Kurzgeschichte "A Lucky Sixpence" 1894 anonym in der New Review, zahlreiche weitere Kurzgeschichten, Essays und Artikel erschienen in der Folge in Zeitschriften und Magazinen wie Chapman’s Magazine, Cornhill Magazine, New England Magazine, Pall Mall Magazine, Cassell’s Magazine, English Review, Harper’s Magazine, Women’s Leader, Votes for Women, Forthightly Review u. a.

Überzeugt davon, dass Autorinnen die Pflicht hätten, für weiblichen Erfahrungen neue Möglichkeiten des Ausdrucks zu finden, verspottet sie in ihrem ersten Roman "George Mandeville’s Husband" (1894) die pseudo-intellektuellen Schriftstellerinnen, die in althergebrachter Manier und oft mit männlichem Pseudonym wie ihre Titelfigur George Manderville (oder George Eliot) ihre Romane schreiben. Es folgten 1895 "The New Moon" und 1898 "The Open Question", ein Roman mit autobiografischen Zügen; "The Magnetic North" (1904) handelt von den Erlebnissen ihres Bruders während des Goldrausches in Alaska und wurde ein Bestseller, ihre eigenen Erlebnisse in Alaska verarbeitete sie im Roman "Come and Find Me" (1908), der von der Suche einer Frau nach ihrem Vater handelt.

Ihre negativen Erfahrungen mit Kuren - sie war während ihrer Alaska Reise chronisch erkrankt - verarbeitete sie in "A Dark Lantern" (1905), einem Roman, der von einem Nervenzusammenbruch mit anschließender Ruhekur handelt. Virginia Woolf rezensierte das Buch, fand es spannend, würdigte das Talent von Elizabeth Robins, kritisierte aber die Morbidität in der Darstellung von Menschen und ihrer Psyche; das Buch wurde 1920 in den USA verfilmt.

Robins war eine charismatische und aktive Verfechterin des Frauenwahlrechtes. Der 1907 erschienene Roman "The Convert" beschreibt die langsame Entwicklung der Hauptfigur zu einer Frauenrechtlerin; er entstand aus dem am Court Theatre aufgeführten Theaterstück "Votes for Women" und wurde im Rückblick von der Literaturwissenschaftlerin und Feministin Elaine Showalter als die einflussreichste literarische Propaganda der Frauenwahlrechtsbewegung bezeichnet. Eine Neuauflage von 2014 enthält neben dem Text biografischen Daten, erklärenden Fußnoten, zeitgenössischen Kritiken zu Roman und Theaterstück und eine Chronologie der Wahlrechtskampagnen.

In dem Band "Way Stations" (1913) veröffentlichte sie einen Teil ihrer Reden, Essays und Briefe zum Thema Frauenbewegung und der Stellung der Frau in den Bereichen Arbeit und Familie. Ein Bestseller gelang ihr 1913 mit dem Roman "Where Are You Going To ...?", der in den USA unter dem Titel "My Little Sister" erschien und es innerhalb eines Monats zu vier Auflagen brachte: am Schicksal eines jungen, unbescholtenen Mädchens thematisiert sie, wie Frauen zur Prostitution gebracht werden konnten und dann wie Sklaven auf dem Markt verkauft wurden. Ihr nächster Roman "Camilla" (1918) greift das Schicksal einer geschiedenen Frau auf, ihre Entwicklung zur Selbstständigkeit und wechselt zwischen amerikanischen und englischen Gesellschaftsnormen.

Elizabeth Robins schrieb in den 1920-ern zahlreiche Beiträge für die feministischen Zeitschrift Time and Tide. Ihr Pamphlet "Woman’s Secret" war ein Aufruf an die Frauen, nicht die Sichtweise von Männern zu imitieren, sondern als Frauen zu schreiben. "Ancilla’s Share: An Indictment of Sex Antagonism" (1924), anonym erschienen und nicht für Männer bestimmt, fasst ihre pazifistischen und feministischen Ansichten zusammen. Virginia Woolf bewunderte diesen Text, der sie für "A Room of One’s Own" beeinflusst haben könnte und der auch heute noch in der feministischen Diskussion seinen Platz hat.

In der Nachkriegszeit sind Krieg und Frieden thematische Schwerpunkte ihrer Veröffentlichungen: nach "The Messenger" (1918), einem Spionageroman mit pazifistischen Anklängen, gelang ihr mit "Time is Whispering" (1923), ein Bestseller, der im ländlichen England unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen spielt. Es folgt ihr letzter Roman "The Secret That Was Kept" (1926), ein Thriller mit dem Untertitel "A Study in Fear".

Die meisten ihrer Romane wurden auch als Fortsetzungen in diversen Zeitschriften abgedruckt: so erschien u. a. "Come and Find Me" vor der Buchausgabe zwischen 1906 und 1908 in Fortsetzungen im Century Magazine, ebenso "The Mills of God" (Fortnightly Review, 1908), "Where Are You Going To ..." als Kurzform mit dem Titel "My Little Sister (McClure’s Magazine, 1912/13), "Camilla. A Novel of Divorce" (Cosmopolitan, 1917/18), "The Messenger" (Century Magazine, 1918/19) und ihr gemeinsam mit Octavia Wilberforce geschriebenes Buch "Prudence and Peter" in Time and Tide.

Neben ihren Romanen verfasste Elizabeth Robins zahlreiche Kurzgeschichten, die auch in Sammelbänden erschienen: "Below the Salt" (1896), dessen Umschlag von James McNeill Whistler gestaltet wurde, enthält: A Lucky Sixpence / Confessions of a Cruel Mistress / The Portman Memoirs / The Fatal Gift of Beauty / Gustus Frederick / Vroni / Below the Salt; "The Mills of the Gods and Other Stories" (1920) enthält: Miss Cal / The Derrington Ghost / Under His Roof / Monica’s Village / The Threlkeld Ear / The Mills of the Gods / The Tortoise-Shell Cat.

Erinnerungen an ihre frühe Karriere als Schauspielerin veröffentlichte Elizabeth Robins im Oktober 1928 in der Hogarth Press: "Ibsen and the Actress" erschien als Hogarth Essays, Second Series, Nr. 15, hatte 56 Seiten und eine Auflage von 1000 Stück, von denen 500 verkauft und der Rest eingestampft wurde.

Briefe, die ihr Henry James geschrieben hat, publizierte sie mit einem Kommentar versehen 1932, und 1940 kamen ihre Erinnerungen an die ersten Jahre in London ("Both Sides of the Curtain") heraus. Der Privatdruck "Portrait of a Lady or The English Spirit Old and New" (Februar 1941), eine 24 Seiten starke Broschüre, erschien wieder in der Hogarth Press, war aber nicht für den Verkauf bestimmt.

Anfang der 30-er Jahre hatte sie auch einen autobiografischen Text über ihre Reise durch Alaska und die Suche nach ihrem Bruder geschrieben; auf Wunsch ihres Bruders sollte dieser Text aber erst nach seinem Tod (1954) veröffentlicht werden. "Raymond and I" erschien schließlich 1956 in der Hogarth Press.

Zahlreiche Texte von Elizabeth Robins wurden wiederholt neu aufgelegt und erscheinen bis heute als Taschenbücher, im Rahmen von Classic Reprints oder digital.

 

Elizabeth Robins 1893 und vor 1904




Elizabeth Robins - Veröffentlichungen (Auswahl):

Anonym (gem. mit Florence Bell): Alan’s Wife. A Dramatic Study in Three Scenes. Founded on a Story by Elin Ameen. Henry, London 1893

(als C. E. Raimond) George Mandeville’s Husband. Pioneer Series, Heinemann, London 1894

(als C. E. Raimond) The New Moon. Heinemann, London 1895

(als C. E. Raimond) Below the Salt. Heinemann, London 1896

(als C. E. Raimond) The Open Question. A Tale of Two Temperaments. Heinemann, London 1898

The Magnetic North. Heinemann, London 1904

A Dark Lantern. A Story with a Prologue. Heinemann, London 1905

Votes for Women. A Play in Three Acts. Dramatic Publishing Co., Chicago 1907

The Convert. Methuen, London 1907 / The Convert. Ed. with an Introduction and Notes by Emelyne Godfrey. Twentieth Century Vox Edition, Victorian Secrets, Brighton 2014

Come and Find Me. Heinemann, London 1908

Under the Southern Cross. Illustrated by John Rae. Frederick A. Stokes Company, New York 1907 / Cassell’s Magazine, Volume XLVI, June-November 1908

The Mills of the Gods. Moffat, New York 1908

The Florentine Frame. John Murray, London 1909

Under his Roof. Privatdruck, 1912

Where Are You Going To ...? / My Little Sister. Heinemann, London 1913

Way Stations. Hodder and Stoughton, London 1913

Camilla. Dodd, Mead and Co., New York 1918

The Messenger. Hodder and Stoughton, London 1919

The Mills of the Gods and Other Stories. Thornton Butterworth, London 1920

Time is Whispering. Hutchinson, London 1923

(Anonym) Ancilla’s Share. An Indictment of Sex Antagonism. Hutchinson, London 1924

The Secret that was Kept. A Study in Fear. Hutchinson, London 1926

Ibsen and the Actress. Hogarth Essays, Second Series, No. 15, Hogarth Press, London 1928

(mit Octavia Wilberforce) Prudence and Peter. A. Story for Children. Ernest Benn Limited, London 1928

Theatre and Friendship. Some Henry James Letters. Jonathan Cape, London 1932

Both Sides of the Curtain. Heinemann, London 1940

Portrait of a Lady or The English Spirit Old and New. Privatdruck. Hogarth Press, London 1941

Raymond and I. Hogarth Press, London 1956

Victoria Joan Moessner / Joanne E. Gates (Ed.): The Alaska-Klondike Diary of Elizabeth Robins, 1900. University of Alaska Press, Fairbanks 1999


Veröffentlichungen über Elizabeth Robins (Auswahl):

Joanne E. Gates: Elizabeth Robins, 1862–1952. Actress, Novelist, Feminist. University of Alabama Press, 1994

Angela V. John: Elizabeth Robins. Staging a Life, 1862–1952. Routledge, London 1995

Susan Croft (Ed.): Votes for Women and other plays (Elizabeth Robins, Helen Margaret Nicghtingale, Alice Chapin, Cicely Hamilton and Chris St John, Inez Bensusan, Margaret Wynne Nevinson, L.S. Phipps). Aurora Metro Plays, 2009


Literatur- und Quellenverzeichnis:

J. Howard Woolmer: A Checklist of the Hogarth Press. 1917–1946. Woolmer/Brotherson Ltd., Revere, Pennsylvania 1986

Joanne Shattock: The Oxford Guide to British Women Writers. Oxford University Press, Oxford 1994

Ina Schabert: Englische Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Eine neue Darstellung aus der Sicht der Geschlechterforschung. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2006

Helen Rappaport: Encyclopedia of Women Social Reformers. Volume One A–L, Volume Two M–Z. ABC-CLIO 2001

Joanne E. Gates: Elizabeth Robins, 1862–1952. Actress, Novelist, Feminist. University of Alabama Press, 1994

Angela V. John: Elizabeth Robins. Staging a Life, 1862–1952. Routledge, London 1995

Virginia Woolf: Tagebücher 5, 1936–1941, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008

The Essays of Virginia Woolf, Vol. 1: 1904–1912. Ed. by Andrew McNeillllie. Harcourt Brace Jovanovich Publishers, Orlando 1989

Hermione Lee: Virginia Woolf. Ein Leben. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1999

Leonard Woolf: The Journey Not The Arrival Matters. An Autobiography of the Years 1939 to 1969. Harvest Books, 1989

Leonard Woolf: Mein Leben mit Virginia. Erinnerungen. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main 1988

David Lodge: Ein ganzer Mann. Haffmans & Tolkemitt, Berlin 2012

Hazel Hutchinson: Henry James Biografie. Parthas Verlag, Berlin 2015

orlando.cambridge.org/public/svPeople?person_id=robiel

en.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Robins

de.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Robins

www.victoriansecrets.co.uk/?s=Elizabeth+Robins

www.jsu.edu/depart/english/robins/

www.jsu.edu/robinsweb/residpic.html

www.mr-oscar-wilde.de/about/r/robins.htm

en.wikipedia.org/wiki/Beatrice_Harraden

spartacus-educational.com/Wwilberforce.htm

en.wikipedia.org/wiki/Octavia_Wilberforce

de.wikipedia.org/wiki/Emmeline_Pankhurst

www.muskingumcountyhistory.org/new-page-3/

www.hernandohistoricalmuseumassoc.com/chinsegut_history.html

en.wikipedia.org/wiki/Chinsegut_Hill_Manor_House

 

Bildnachweis:

Elizabeth Robins 1893: by W. & D. Downey, published by Cassell & Company, Ltd, carbon print, published 1893 NPG Ax16168

© National Portrait Gallery, London

Elizabeth Robins vor 1904: commons.wikimedia.org/wiki/File:Photo_of_Elizabeth_Robins.jpg