MARY AGNES (MOLLY) HAMILTON

8. Juli 1882 – 10. Februar 1966

 

Schriftstellerin, Politikerin, Parlamentsabgeordnete, BBC-Mitarbeiterin

 

 

Mary Agnes Hamilton, geb. Adamson, wurde in Withington (60 Parsonage Road), einem Vorort von Manchester, geboren und war das älteste von sechs Kindern; ihre Schwestern Una und Sarah wurden Malerinnen und Kunsthandwerkerinnen, Margot wurde Schriftstellerin (z. B. "A Year of War", 1917 / The Forester’s Wife, 1931), ihr Bruder Stephen wurde Botaniker und übersiedelte nach Südafrika. Ihre Mutter Margaret (Daisy) Duncan Adamson war eine der ersten Studentinnen am Newnham College, Cambridge, und unterrichtete vor ihrer Hochzeit Botanik an der Manchester High School for Girls, ihr Vater Robert Adamson war Professor für Logik und Metaphysik am Owens College und an den Universitäten von Aberdeen und Glasgow. Die Eltern waren von der Gleichberechtigung aller Menschen und dem respektvollen Umgang miteinander überzeugt, traten für das Frauenwahlrecht ein und erzogen auch dahingehend ihre Kinder.

Nach dem Besuch von Highschools in Aberdeen und Glasgow ging sie für sieben Monate nach Kiel, um dort Deutsch zu studieren, begann danach als "Mathilde Blind Scholar" mit dem Studium der Altphilologie am Newnham College, Cambridge, und belegte nach zwei Jahren Wirtschaftswissenschaften als Hauptfach. Zu ihren engsten Freundinnen gehörten Jacqueta Northcote, Dorothy Shuckburgh und Margery Corbett (-Ashby), in deren Elternhaus in Danehill (Sussex) sie viele Wochenenden verbrachte und so in Kontakt kam mit einem Kreis von überzeugten Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht: den "Younger Suffragists". Sie wurde politisch aktiv und trat der National Union of Women Suffrage Societies bei; ihre im Debattierclub des College erworbenen Fähigkeiten - gemeinsam mit einer tiefen, ausdrucksvollen Stimme - machten sie zu einer überzeugenden Rednerin. Nach Abschluss ihres Studiums ging sie 1904 als Assistentin für Geschichte an das University College of South Wales in Cardiff, gab aber diese Anstellung auf, um am 12. September 1905 den Ökonomen Charles J. Hamilton zu heiraten, eine Ehe die bald scheitern sollte und die sie in ihrer Autobiografie nicht einmal erwähnte.

Sie blieb weiter politisch tätig, begann - auch aus materiellen Gründen - zu schreiben, zu übersetzten und arbeitete für diverse Zeitschriften: für The Economist, Common Sense, War & Piece, Review of Reviews (als Herausgeberin, gemeinsam mit Philip Gibbs), The Spectator, Time & Tide und als stellvertretende Herausgeberin der sozialistischen Zeitung New Labour Leader. Für Leonard Woolfs Vierteljahreszeitschrift Political Quarterly schrieb sie den Artikel "Women in Politics" (April 1932).

Molly Hamilton - wie sie allgemein genannt wurde - war Pazifistin, bewunderte Ramsay MacDonald, wurde 1914 Mitglied der Independant Labour Party und der Union of Democratic Control, sie war aktiv in der Friedensbewegung, im Widerstand gegen den Krieg und war Gründungsmitglied des 1917er Clubs. Sie gehörte zur Antikriegsgruppe von Lady Ottoline Morell, lernte dort die von ihr geschätzte Vernon Lee und deren Sekretärin Irene Cooper-Willis kennen, bewegte sich im literarischen Umfeld der Woolfs, der Huxleys und Stracheys, war u. a. befreundet mit Naomi Royde-Smith, deren Wohnung in Kensington Treffpunkt für bekannte und unbekannte SchriftstellerInnen war; Molly Hamilton selbst lebte bis 1931 in Covent Garden (21 York Buildings, The Adelphi) und danach in Chelsea (25 Argyll Mansions). Sie machte den Zwiespalt, in dem sich britische Intellektuelle bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges befanden zum Inhalt ihres Romans "Dead Yesterday", dem sie das Motto "Unborn To-morrow and Dead Yesterday, Why fret about them ..." voran stellte. Virginia Woolf schätzte Molly Hamilton wegen ihres Verstandes, wegen ihrer Unabhängigkeit und ihrer Selbstsicherheit, bezweifelte aber ihre schriftstellerischen Fähigkeiten.

1923 wurde sie Parlamentskandidatin für Rochester und Chatham und 1924 Kandidatin für Blackburn. 1929 bekam sie die höchste Anzahl an Stimmen, die jemals eine Frau erhalten hatte und wurde Parlamentsmitglied der Arbeiterpartei für Blackburn; sie war Mitglied der Royal Commission on Civil Service und arbeitete beim Völkerbund mit. Während ihrer Parlamentszeit setzte sie sich für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern ein und für die Abschaffung des Heiratsverbots für Lehrerinnen. Sie machte durch ihre beachtlichen Reden und ihre Professionalität auf sich aufmerksam und hatte ein ganz besonderes Kennzeichen: im House of Commons trug sie immer rote Schuhe.

Darüber hinaus präsentierte sie die von Hilda Matheson entwickelte BBC Sendung "The Week in Westminster", die über die Arbeit des Parlaments informierte und sich hauptsächlich an die nun wahlberechtigten Frauen richtete - ab 1928 konnten Frauen ab dem 21. Lebensjahr wählen.

Nachdem sie 1931 die Wahl verloren hatte und aus dem Parlament ausschied, ging sie 1932 auf eine Vorlesungsreise in die USA, schrieb eine soziologische Studie über das heutige Amerika, arbeitete weiter für BBC und war ab 1932 im Vorstand des Unternehmens. Im selben Jahr unternahm sie mit ihrer Freundin Ray Strachey eine Autoreise nach Griechenland mit einem längeren Aufenthalt in Athen, eine Reise, die sie später als den Höhepunkt ihrer Ferienaufenthalte in Europa bezeichnete.

Neben ihren zahlreichen Publikationen in diesen Jahren stand sie auch Ray Strachey bei der Herausgabe des Sammelbandes "Our Freedom and its Results by Five Women" beratend zur Seite und schrieb einen Beitrag über die Veränderungen der Gesellschaft.

Von 1937 bis 1940 war Molly Hamilton Stadträtin in London, sie arbeitete im Zweiten Weltkrieg für das Informationsministerium und das Ministerium für Wiederaufbau, und war nach dem Krieg bis zu ihrer Pensionierung 1952 auf Grund ihrer Kenntnisse über die USA Leiterin der amerikanischen Sektion des Auswärtigen Amtes. 1949 wurde sie als Commander of the British Empire (CBE) ausgezeichnet. In ihren späteren Jahren zog sie sich auch aus Gesundheitsgründen aus der Öffentlichkeit zurück, schrieb aber weiterhin an ihren autobiografischen Erinnerungen.

Sie starb am 10. Februar 1966 in London (28 Kenilworth Road, Ealing, Westlondon) und wurde am Friedhof in Golders Green begraben. In einem Nachruf in der Times wurde sie als eine der fähigsten Frauen im House of Commons bezeichnet.

 

Obwohl der Lebensmittelpunkt von Molly Hamilton London war, wo sie lebte und arbeitete, unternahm sie Zeit ihres Lebens zahlreiche Reisen: sie war des öfteren in Deutschland und Österreich, besuchte Budapest und Prag, machte Ferien in Italien und Frankreich und nahm an diversen Konferenzen in Genf teil; schon vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs unternahm sie ihre erste Reise nach Nordamerika (Quebec, Montreal, New York), gefolgt von Vortragsreisen in den Jahren 1927, 1928, 1930, 1932, 1938, 1941 und 1942. Ihre letzte große Reise führte sie 1952 nach Südafrika, wo sie ein halbes Jahr bei ihrem Bruder Stephen in der Kapregion lebte.

 

Molly Hamilton war eine äußerst produktive Frau und machte eine bemerkenswerte Karriere als Schriftstellerin, Herausgeberin, Vortragende und Politikerin; neben ihrer politischen Arbeit veröffentlichte sie Geschichtsbücher für junge Menschen, Romane, politische und wirtschaftliche Artikel, Biografien und Autobiografisches; als Pseudonym verwendete sie auch manchmal "Iconoclast".

Bereits als Kind schrieb sie eine Geschichte ihrer Puppen und gab ihre eigene Wochenzeitung heraus. Mit ihrer Biografie über Abraham Lincoln (1906) und Büchern über das antike Rom, über Griechenland und seine Götter- und Heldenmythen versuchte sie das Interesse von Kinder und Jugendlichen für Geschichte zu wecken.

Zwischen 1912 und 1935 schrieb sie zehn Romane, die ihr intensives Interesse an den Lebensumständen von Menschen widerspiegeln. Ihr erster Roman "Less than the Dust" erschien 1912, es folgten "Yes" (1914), eine Charakterstudie über eine neurotische, schwierige junge Frau, und "Dead Yesterday" (1916), ein früher pazifistischer Roman, in dem die strikte Ablehnung des Krieges durch die Protagonistinnen - eine davon erinnert an Vernon Lee - der männlichen Kriegsfaszination gegenüber gestellt wird. Ihr vierter Roman "Full Circle" erzählt von einem jungen Geschwisterpaar, deren romantisch veranlagtes Weltbild durch einen Dichter zerstört wird: während sich die Schwester zu einer selbstständigen modernen Frau entwickelt, wird aus ihrem Bruder ein Zyniker. In "The Last Fortnight" stellt sie eine junge Frau in den Mittelpunkt, die ihre erdrückende Ehe nicht mehr aushält - wohl eine Verarbeitung ihrer eigenen Ehe, in der sie sowohl von ihrem Mann als auch von ihrer Schwiegermutter dominiert wurde. "Follow my Leader" thematisiert den Zwiespalt einer jungen Frau, Tochter eines konservativen, nationalen Parlamentsabgeordneten, die sich in einen Sozialisten verliebt. Erschienen ihre ersten sechs Romane in regelmäßigen zweijährigen Abständen, dauerte es nahezu fünf Jahre bis "Folly's Handbook" auf den Markt kam: eine tragische Liebesgeschichte zwischen einer auf ihre Karriere konzentrierten Sängerin und einem sensiblen Mann, der die Rollenumkehr psychisch nicht verkraftet. "Special Providence. A Tale of 1917" thematisiert die psychischen Auswirkungen des Krieges am Beispiel eines Ehemannes, der - traumatisiert in den Schützengräben - bei der Heimkehr seine Frau mit ihrem platonischen Freund antrifft und ihn aus Eifersucht erschießt. Mit ihrem nächsten Roman wechselte Molly Hamilton das Genre: "Murder in the House of Commons", ein Kriminalroman, in dem ein Mord am Balkon des Parlaments passiert, die internen Machtkämpfe der Parteien geschildert werden und Parlamentarier wegen ihrer erotischen Abenteuer erpressbar sind. Der letzte Roman, "Life Sentence", dreht sich wieder um Friedensaktivisten, die vor einem Mordanschlag nicht zurück schrecken.

Molly Hamilton schrieb eine Reihe von Biografien, so z. B. über den von ihr verehrten Ramsay MacDonald, der 1924 erster Labour-Premierminister wurde; über Margaret Bondfield, erste weibliche Unterhausabgeordnete der Labour Party und erste Ministerin des Vereinigten Königreichs; über Mary Macarthur, schottische Frauenrechtlerin und Generalsekretärin der Women's Trade Union League; über den schottischen Historiker Thomas Carlyle, den sie als Vorläufer der Arbeiterbewegung sah; über die Sozialreformer Sidney und Beatrice Webb, den Philosophen und Ökonomen John Stuart Mill, den Friedensnobelpreisträger Arthur Henderson. Als "informal biography" betitelte sie auch ihr Buch über das Newnham College, das sie ihrer Mutter Margaret Duncan Adamson widmete, die zu den ersten Studentinnen von Newnham zählte.

Ihre politisch brisanten, autobiografischen Erinnerungen erschienen 1944 und 1953: "Remembering my Good Friends" (Inhalt: Manchester-Aberdeen-Glasgow / Cambridge / 1914 / Aftermath / London / Practical Politics / Europe / America / 1931 And After / Out From Under) und "Up-Hill All the Way: A Third Cheer for Democracy".

Darüber hinaus veröffentlichte sie zahlreiche Texte zur Demokratie, zur Arbeiter- und Frauenbewegung und schrieb Beiträge in Sammelbänden: In der Hogarth Press erschien im Oktober 1936 der von Ray Strachey herausgegebene Sammelband "Our Freedom and its Results by Five Women", in dem Molly Hamilton mit dem Beitrag "Changes in Social Life" vertreten war. Das Buch hatte eine Auflage von 2556 Stück, war 285 Seiten stark, in goldbedrucktes, blaues Leinen gebunden, mit einem blaubedruckten, cremefarbenen Schutzumschlag, der von Richard Kennedy entworfen wurde.


Literatur- und Quellenverzeichnis:

J. Howard Woolmer: A Checklist of the Hogarth Press. 1917–1946. Woolmer/Brotherson Ltd., Revere, Pennsylvania 1986

J. H. Willis, Jr.: Leonard and Virginia Wolf as Publishers. The Hogarth Press 1917–1941. University Press of Virginia. Charlottesville and London, 1992

Virginia Woolf: Tagebücher 1, 1915–1919. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1990

Cheryl Law: Women. A Modern Political Dictionary. I. B. Tauris, London, New York 2000

Catherine Clay: British Women Writers 1914–1945. Professional Work and Friendship. Ashgate Publishing Ltd., Aldershot 2006

Mary Agnes Hamilton: Newnham. An Informal Biography. Faber and Faber, London 1936

Claire M. Tylee: Great War and Women's Consciousness. Images of Militarism and Womanhood. Springer, 1989

Susan Brown, Patricia Clements, Isobel Grundy: The Orlando Project. 2006–2017: orlando.cambridge.org/public/svPeople?person_id=hamima

www.bbc.com/news/magazine-36129328

openlibrary.org/authors/OL18144A/Mary_Agnes_Hamilton

spartacus-educational.com/Whamilton.htm

archive.spectator.co.uk/page/1st-may-1915/22

de.wikipedia.org/wiki/Margery_Corbett_Ashby

de.wikipedia.org/wiki/Ramsay_MacDonald

de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Bondfield

en.wikipedia.org/wiki/Mary_Macarthur

de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Carlyle

 

Bildnachweis:

Mary Agnes Hamilton: openlibrary.org/authors/OL18144A/Mary_Agnes_Hamilton

Parlamentsmitglieder der Labour Party 1929: by Unknown photographer, © National Portrait Gallery, Londonwww.npg.org.uk/collections/search/portrait/mw14146/Women-Labour-MPs?

Mary Agnes Hamilton 1945: Copyright BBC Archives. www.bbc.com/news/magazine-36129328

 

 

Mary Agnes Hamilton war von 1929 bis 1931 Parlamentsmitglied der Labour Party - bei der Wahl 1929 bekam sie die höchste Anzahl an Stimmen, die jemals eine Frau erhalten hatte;  wegen ihres professionellen Auftretens und ihrer überzeugenden Reden bezeichnete sie die Times als eine der fähigsten Frauen im House of Commons. 

Parlamentsmitglieder der Labour Party 1929:

von links nach rechts: Lady Cynthia Blanche Mosley (1898–1933), Marion Phillips (1881–1932), (Arabella) Susan Lawrence (1871–1947), Edith Picton-Turbervill (1872–1960), Margaret Grace Bondfield (1873–1953), Ethel Bentham (1861–1931), Ellen Cicely Wilkinson (1891–1947), Mary Agnes (Molly) Hamilton (1882–1966), Janet ('Jennie') Lee, Baroness Lee of Asheridge (1904–1988).

Mary Agnes Hamilton  war ab September 1929 freie Mitarbeiterin im britischen Rundfunk. Sie besprach  in einer vierzehntäglichen Sendung neue Literatur und  informierte in "The Week in Westminster" - eine Sendung die bis heute läuft - über die Arbeit des Parlaments.  Von 1932 bis 1936 war sie Vorstandsmitglied der BBC und setzte sich auch hier für die Gleichberechtigung von Frauen ein: in einer Frauen-Sonderausgabe von "Radio Times" 1934 teilte sie mit, dass innerhalb von BBC Frauen und Männer auf gleichberechtigter Basis arbeiten.



Mary Agnes Hamilton - Veröffentlichungen (Auswahl):

Kinder- und Jugendbücher:

The Story of Abraham Lincoln. With Pictures By S. T. Dadd. The Children Heroes Series. T. C. & E. C. Jack, London / E. P. Dutton, New York 1906 (archive.org/details/storyofabrahaml1578hami)

A Junior History of Rome to the Death of Caesar. Clarendon Press, Oxford 1910

Greek Legends. Clarendon Press, Oxford 1912

Outlines of Greek and Roman History. With Illustrations and Maps. Clarendon Press, Oxford 1913

Ancient Rome. The Lives of Great Men. Clarendon Press, Oxford 1922 (www.gutenberg.org/files/34025/34025-h/34025-h.htm)

Romane:

Less than the Dust Dead. William Heinemann, London 1912

Yes. William Heinemann, London 1914

Dead Yesterday. Duckworth, London / Doran, New York 1916

Full Circle. William Collins, London 1919

The Last Fortnight. William Collins, London 1920

Follow my Leader. Jonathan Cape, London 1922

Folly’s Handbook. Jonathan Cape, London 1927

Special Providence. A Tale of 1917. George Allen and Unwin, London 1930

Murder in the House of Commons. Hamish Hamilton, London 1931

Life Sentence. Hamish Hamilton, London 1935

Biografien und politische Schriften:

Iconoclast (Pseud.): The Man of To-morrow - J. Ramsay MacDonald. Leonard Parsons, London 1923

Iconoclast (Pseud.): Margaret Bondfield. Leonard Parsons, London 1924

Mary Macarthur. A Biographical Sketch. Leonard Parsons, London 1925

Thomas Carlyle. The Roadmakers Series. Leonard Parsons, London 1926

Greece. A Short History. Clarendon Press, Oxford 1926

With A. W. F. Blunt: An Outline of Ancient History to Ad 180. Clarendon Press, Oxford 1927

"New Problems of British Industry". In: The New Leader, May27th 1927

"Britain in Cross-Roads". In: The New Leader, June 11th 1927

In America To-Day. Hamish Hamilton, London 1932

Rome. A Short History. Illustrated with Passages from the Roman Historians selected by Edmund Luce, M.A.

Clarendon Press, Oxford 1932

Sidney and Beatrice Webb. A Study in Contemporary Biography. Sampson Low, Marston, London 1932

John Stuart Mill. Hamish Hamilton, London 1933

Newnham: An Informal Biography. Faber and Faber, London 1936

"Changes in Social Life". In: Ray Strachey (Ed.): Our Freedom and Its Results by Five Women. Eleanor F. Rathbone, Erna Reiss, Ray Strachey, Allison Neilans, Mary Agnes Hamilton. Hogarth Press, London 1936

Arthur Henderson. A Biography. William Heinemann, London 1938

The Labour Party To-Day. What it is and How it Works. Labour Book Service, London 1939

Women at Work. A Brief Introduction to Trade Unionism for Women. George Routledge, London 1941

British Trade Unions. Oxford Pamphlets on Home Affairs, No. H.7. Oxford University Press, London 1943

British Democracy in the Wartime. The Ministry of Information, London, 1945

Autobiografien:

Remembering my Good Friends. Jonathan Cape, London 1944

Up-Hill All the Way: A Third Cheer for Democracy. Jonathan Cape, London 1953