NAOMI MITCHISON

1. November 1897 – 11. Jänner 1999

 

Schriftstellerin, Feministin, politische Aktivistin

 

 

Naomi Mitchison wurde als Naomi May Margaret Haldane im Edinburgher Haus ihrer Großeltern mütterlicherseits (10 Randolph Crescent) geboren und wuchs in England und am Familiensitz der Haldanes in Schottland auf (Cloan House südlich von Auchterader in Perthshire). Ihre Mutter Louisa Kathleen Trotter stammte aus Midlothian, war die Tochter von Harriet und Cutts Trotter of Dreghorn und war eine komplexe Mischung aus glühender Tory-Anhängerin und aktiver Frauenrechtlerin; sie hatte einen kurzen Haarschnitt, ging lieber zu Ärztinnen als zu Ärzten und ermunterte ihre Tochter zu einem Medizinstudium. Ihr Vater war der Physiologe und Philosoph John Scott Haldane, der als Begründer des methodischen Holismus gilt und durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Atmung bekannt wurde; die Haldanes waren eine der Oberklasse angehörende schottische Familie, die sowohl politisch als auch sozial engagiert war: so war ihre Tante Elizabeth Sanderson Haldane die erste schottische Friedensrichterin und ihr Onkel Richard Burdon Haldane von 1912 bis 1915 Lord Chancellor. Ihr älterer Bruder Jack (John Burdeon Sanderson Haldane, 1892–1964), wurde ein berühmter Genetiker, der durch seine Essays auch die Science Fiction-Szene stark beeinflusste und einen unvollendeten Roman in diesem Genre hinterließ. Mit ihm machte sie schon als Kind genetische Experimente mit Meerschweinchen, Mäusen und Ratten, die sie im Garten aufzogen. Zu ihren engen Kindheitsfreunden zählten Julian und Aldous Huxley, dessen Schreiben von den Studien J. B. S. Haldanes beeinflusst wurde.

Nachdem ihr Vater Assistent an der Universität Oxford wurde, lebte die Familie ab 1891 in Oxford (11 Crick Road), eine Plakette am Haus erinnert an J. S. Haldane. Naomi durfte von 1904 bis 1911 die Oxford Preparatory (später Dragon) School for Boys besuchen - das war die feministische Seite ihrer Mutter -, wurde aber, sobald sie in die Pubertät kam, herausgenommen und zu Hause unterrichtet - das war die konservative Seite. 1914 begann sie im Rahmen der "Society of Oxford Home Students" (später St. Anne’s College) Biologie zu studieren, schloss aber das Studium nie ab.

Der Erste Weltkrieg unterbrach ihre Studien, 1915 absolvierte sie einen Erste-Hilfe-Kurs und leistete freiwilligen Hilfsdienst am St. Thomas’s Hospital in London und am Radcliffe Hospital in Oxford.

Im Februar 1916 heiratete Naomi Haldane - mit sanftem Druck der jeweiligen Mütter - Gilbert Richard (Dick) Mitchison in einer einfachen Trauungszeremonie, da Dick unmittelbar darauf wieder zum Militärdienst musste. Er war ein enger Freund ihres Bruders, schlug nach dem Krieg die Rechtsanwaltslaufbahn ein, wurde 1945 Mitglied der Labour-Fraktion im Parlament und 1964 Pair auf Lebenszeit und Minister der Labour-Regierung. Nachdem Dick Mitchison aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt war, kümmerten sich wieder die beiden Mütter um ein standesgemäßes Haus, obwohl das junge Paar lieber ein damals modern gewordenes "Flat" bezogen hätte.

Naomi Mitchison war als Freidenkerin und radikale Feministin bekannt; sie führte mit ihrem Mann eine offene Ehe - eine traditionelle Ehe bezeichnete sie als "häusliche Prostitution" -, die auch Beziehungen zu anderen Partnern nicht ausschloss, unter der Voraussetzung, dass das Familienleben nicht gestört wurde. Zwischen 1918 und 1930 bekam Naomi Mitchison sechs Kinder: Geoff (1918), Denis Anthony (1919), John Murdoch (1922), Sonja Lois (1925), Nicholas Avrion (1928) und Valentine Harriet (1930). Zehn Jahre später gebar sie ein siebentes, dass aber bald nach der Geburt starb; ihr ältester Sohn Geoff starb im Alter von neun Jahren an Meningitis.

Die Adresse der Mitchisons im Londoner Bezirk Chelsey war die nächsten Jahre 17 Cheyne Walk, ein Haus mit Blick auf die Themse. 1923 übersiedelte dann die Familie mit ihren drei Kindern in ein größeres Haus nach Hammersmith: Rivercourt House an der Upper Mall hatte einen ausgedehnten Garten und  Naomi Mitchison besaß einen eigenen Arbeitsraum, das erste Mal in ihrem Leben - wie sie in ihren Erinnerungen sagt - "a room of my own". Und sie hatte sowohl genügend Personal für den Haushalt als auch Sekretärinnen, die ihr bei ihrer umfangreichen Korrespondenz zur Seite standen und ihre Manuskripte tippten.

Beide Londoner Häuser der Mitchisons und auch ihr späteres Anwesen in Schottland wurden zum intellektuellen und künstlerischen Treffpunkt, an dem die unterschiedlichsten Gäste (KünstlerInnen, Nobelpreisträger, Kabinettsminister, SchriftstellerInnen, Gewerkschafter und die Nachbarschaft) zusammenkamen.

Naomi Mitchision war schön, charmant, widersprüchlich: herrisch und sensibel; sie hatte eine Unzahl von Freundschaften, zu denen neben ihrem Jugendfreund Aldous Huxley, W. H. Auden, Liz Bellloc, Stella Benson, Vera Brittain, Joan Easdale, Goldie Lowes Dickinson, E. M. Forster, Lewis Gielgud, Gerald Heard, Gertrude Hermes, Margaret Storm Jameson, Wyndham Lewis, Rudi Messel, Stevie Smith, Julien Trevelyan gehörten. Neben zahlreichen kurzfristigen Beziehungen hatte sie seit 1925 mit dem Altphilologen H. T Wade Gery ("Widg") ein Verhältnis, das vierzehn Jahre dauerte. Eine enge Freundschaft verband sie auch mit der Schriftstellerin Stella Benson, die sie während eines Familienurlaubs in Frankreich durch ihre Freunde Margery und Domenick Spring Rice kennen gelernt hatte und deren Werke sie bewunderte.

Seit Beginn ihrer Schreibtätigkeit verband Naomi Mitchison Literatur und Politik. Sie trat für die Gründung der League of Nations ein, beteiligte sich an der Women’s International League und arbeitete aktiv an der Einrichtung der ersten Klinik für Geburtenkontrolle in London mit (North Kensington Women’s Welfare Centre); gemeinsam mit ihrem Mann trat sie der Labour Party bei, war Mitglied der Fabian Society und unterstützte ihren Mann bei der politischen Arbeit in seinem Wahlkreis. Sie trug wesentlich zu Diskussionen über den Sozialismus bei, trat für die Rechte der Frauen ein, für gleiche Chancen in der Ausbildung, engagierte sich für Flüchtlinge, Minderheiten und Arbeitslose und verurteilte den Faschismus in Europa und außerhalb. Als 1928 Radclyffe Halls "Quell der Einsamkeit" verboten wurde, reihte sie sich in die prominente Reihe von Zeugen ein, die für das Buch aussagen wollten, jedoch nicht angehört wurden; in ihrer Kurzgeschichte "The Witnesses" (1933) verarbeitet sie diesen Prozess, in dem der Richter Homosexualität als unnatürliches und zerstörerisches Laster verurteilte.

1933 übernahm sie eine Hauptrolle in "The Road to Hell" -, einem Protestfilm gegen den "Means Test", der staatliche Sozialleistungen vom gesamten Familieneinkommen abhängig machte, wozu man auch den Wert von Einrichtungsgegenständen, Kriegsrenten etc. rechnete; für die politische Linke war diese Bedürftigkeitsprüfung unsozial und menschlich entwürdigend.

In den 1930-er Jahren besuchte sie im Rahmen einer von der Fabian Society organisierten Reise Russland, in dem Glauben, dass der Sozialismus für Frauen die größte politische Hoffnung wäre; es folgte eine Reise nach Wien, wo sie die Lage der ArbeiterInnen dokumentierte, deren Aufstand im Februar 1934 niedergeschlagen wurde. Schließlich begab sie sich mit ihrer Freundin Zita Baker auf eine erste Reise in die USA, wo sie mit einem Leihauto von Boston nach Memphis fuhren, anschließend Taos in New Mexico besuchten und über New Orleans nach Washington kamen. Trotz ihrer ausgedehnten Reisen kandidierte sie als Labour-Abgeordnete für die schottischen Universitäten, blieb aber erfolglos. Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges unterstütze sie die Internationale Brigade und beteiligte sich an der Beschaffung von Waffen.

1939 übersiedelte Naomi Mitchison und ihre Familie endgültig nach Schottland, wo sie 1937 in dem kleinen Fischerdorf Carradale auf der Halbinsel Kintyre ein großes Haus mit schlecht bewirtschafteten Land erworben hatten. Carradale House wurde wieder zum Treffpunkt für den großen Freundeskreis, für die Menschen aus der Umgebung und es wurde zum Heim für Flüchtlinge und evakuierte Kinder aus Glasgow. Naomi Mitchison begann, das Land neu zu bewirtschaften und ging mit den einheimischen Fischern auf Fischfang. Sie engagierte sich für lokale und nationale Angelegenheiten und gehörte von 1945 bis 1948 und von 1951 bis 1965 dem Argyllshire County Council, von 1947 bis 1965 dem Highland Panel und von 1966 bis 1976 dem Highlands and Islands Development Consultative Council an.

Während des Kalten Krieges in den 50-er Jahren beteiligte sie sich an der Organisation "Author’s World Peace Appeal" und besuchte auf Einladung des Sowjetischen Schriftstellerverbandes gemeinsam mit Doris Lessing u. a. Kollegen die Sowjetunion. Weitere Reisen führten sie nach Indien, den mittleren Osten und schließlich nach Westafrika; hier besuchte sie 1957 Ghana und berichtete für den Manchester Guardian von den Unabhängigkeitsfeiern. 1963 reiste sie durch Ost- und Südafrika und machte Station in Mochudi im British Protectorate of Bechuanaland, dem späteren Botswana; der Häuptling des Bakgatla Stammes, Linchwe, hatte sie zu seiner Inthronisierung eingeladen, nachdem er sie in jungen Jahren bei einem Besuch in Schottland kennen gelernt hatte, und ernannte sie zur Ratgeberin seines Stammes. Dadurch war es ihr möglich auf die Entwicklung von Botswana Einfluß zu nehmen: Ausweitung des Frauenwahlrechts, Aufklärung über Geburtenkontrolle, Förderung der Ausbildung.

In den 60-er Jahren verlor Naomi Mitchison die wichtigsten Menschen in ihrem Leben: 1963 starb ihre Mutter, ein Jahr später ihr Bruder und schließlich 1970 ihr Ehemann. Nach seinem Tod unternahm sie zahlreiche Reisen, u. a. in die Karibik und nach Australien, war weiterhin politisch aktiv und engagierte sich im Kampf gegen Nuklearwaffen.

Trotz gesundheitlicher Probleme - sie litt an einer Störung des Wortfindungsvermögens und musste sich einer Hüftoperation unterziehen - versuchte sie weiter aktiv zu sein und sich ihre Unabhängigkeit zu erhalten. Sie starb schließlich im Alter von 101 Jahre, ihre Asche wurde im Beisein ihrer großen Familie in der Bucht von Carradale verstreut.

Am 10. Mai 2013 trafen sich PolitikerInnen, SchriftstellerInnen und MusikerInnen zu einem dreitägigen Fest in Carradale, um gemeinsam mit den OrtsbewohnerInnen "75 Jahre Ankunft der Mitchisons" zu feiern und Leben und Werk von Naomi "Nou" Mitchison zu ehren.

 

Das Gesamtwerk von Naomi Mitchison ist unglaublich umfangreich, es umfasst Romane verschiedener Genres, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Gedichte, Reiseliteratur, Biografien, Kinderbücher, Sachliteratur und zahlreiche Zeitschriftenartikel. Ihre ersten Romane waren historisch, hatten aber auch zeitgenössische Aspekte, Science Fiction- oder Fantasy-Elemente verwendete sie für allegorische Zwecke.

Ihr erster Roman "The Conquered" (1923) spielt in Gallien zur Zeit der Eroberung durch Julius Caesar, beinhaltet aber auch deutliche Anspielungen auf gegenwärtige Konflikte in Irland; der Roman hatte sofort Erfolg und wurde als Lektüre für das Studium der Altphilologie in Cambridge und Oxford empfohlen. Es folgten "Cloud Cuckoo Land" (1925), das von den Bewohnern einer ägäischen Insel in der Zeit von 400 vor Christus handelte. Ihr wohl bekanntester Roman "The Corn King and the Spring Queen" (1931, dt. "Kornkönig und Frühlingsbraut") vergleicht drei Jahrhunderte Zivilisation; verpackt in historisches Geschehen behandelte sie darin Themen wie Sexualität, Geburtenkontrolle und Abtreibung und erschloss damit "Neuland für Frauen"; sie begründete mit diesem Roman "das Genre der historischen Fantasy" und wurde zum Vorbild für Autorinnen wie Marion Zimmer Bradley u. a. Für Winifred Holtby (News Chronicle, 4 June 1931) wurde Naomi Mitchison damit zu einer Nobelpreis würdigen Schriftstellerin. Ihr 1935 erschienener Roman "We have been Warned" schildert ihre Beobachtungen im kommunistischen Russland und greift die Themen der Sexualität wieder auf - nicht mehr in Geschichte verpackt sondern in der realen Jetztzeit; dementsprechend schockiert waren die Reaktionen.

In der Zeit zwischen 1928 und 1933 schrieb sie zahlreiche Beiträge für die von Lady Rhondda 1920 gegründete feministische Zeitschrift Time and Tide: da sie hervorragend Französisch sprach, rezensierte sie aktuelle französische Romane, schrieb Kurzgeschichten und beschäftigte sich mit den ihr wichtigen Themen: Recht aller Frauen auf sexuelle Freiheit und Zugang zur Geburtenkontrolle; Time and Tide gab Frauen nicht nur die Möglichkeit sich literarisch oder kritisch auszudrücken sondern wurde auch zum Ort der Zusammenarbeit und Freundschaft; sie schrieb auch Beiträge für Zeitschriften wie The London Mercury, The Graphic, The Cornhill Magazine, Left Review und war im Herausgeberteam der Monatszeitschrift The Realist, die den Anspruch hatte, Kunst, Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften zusammen zu bringen, hier war sie für die Dichtung verantwortlich und entdeckte W. H. Auden.

Im Juni 1937 erschien in der Hogarth Press in der neuen Reihe "World-Makers & World-Shakers" der 80 Seiten starke Band "Socrates"; die Reihe war als Einführung für Kinder in das Leben historischer Persönlichkeiten gedacht, erschien aber nur in vier Bänden. Naomi Mitchison verfasste das Buch gemeinsam mit dem Schriftsteller und sozialistischen Politiker R. H. S. Crossman; die beachtlich hohe Auflage von 5000 Stück war in braunes Leinen mit schwarzen Aufdruck gebunden und hatte einen gelben, grün bedruckten Schutzumschlag, gestaltet von John Banting.

In ihrem nächsten Roman "The Blood of the Martyrs" (1939) versucht sie Parallelen zwischen Neros Christenverfolgung und Hitlers Judenverfolgung zu ziehen, erhielt aber unfreundliche Reaktionen.

Nach der Übersiedlung nach Schottland ließ Naomi Mitchison viele ihrer Texte in ihrem Geburtsland spielen: das Gedicht "The Alban goes out" (1939) drückt die Freude am Fischfang aus, der Roman "The Bull Calves" (1947) setzt die Nachwirkungen des Jacobiter Aufstandes 1745 parallel zum Wiederaufbau der schottischen Gesellschaft und der Beteiligung von Frauen am Zweiten Weltkrieg. In dem 1952 erschienenen und in den Westlichen Highlands spielenden Roman "Lobsters on the Agenda" zeigt sie, wie verwundbar eine kleine Dorfgemeinschaft sein kann, wenn es um Veränderungen geht. Auch eine Reihe von Kinderbüchern gehört zu den besten ihrer Werke, die in Schottland angesiedelt sind: "The Big House" (1950), "Little Boxes" (1956), "The Far Harbour" (1957). Es folgten noch einige ausgezeichnete Romane für Kinder, die alle lehrreich waren, verpackt in eine spannende Handlung.

Von ihren Reisen beeinflusst, entstanden eine Reihe von Büchern mit afrikanischen Hintergrund, wie der politische Roman "When we Become Men" (1965) oder "African Heroes" (1968).

Ihre späteren Erzählwerke tendieren in Richtung Science Fiction: "Memoirs of Spacewomen (1962, "Memoiren einer Raumfahrerin"), "Solution Three" (1975, "Lösung Drei") - eine nachnukleare Fantasie, und "Not by Bread Alone" (1983).

Sie schrieb auch mehrere Autobiografien: "Small Talk: Memoirs of an Edwardian Childhood (1973), "All Change Here: "Girlhood and Marriage" (1975), und "You May Well Ask: A Memoir 1920–1940 (1985).

"Mucking Around" (1981) beschreibt ihre Reisen über fünf Jahrzehnte. 1991 veröffentlichte sie im Alter von 93 Jahren zwei weitere historische Romane: "Sea-Green Ribbons" spielt in der Zeit von Cromwell und den Levellers, und untersucht das Patriachat und die Stellung der Frau. "The Oath Takers", hat das Thema Macht und Moral im fränkischen Reich nach Karl dem Großen zum Inhalt.

Naomi Mitchisons Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt und wiederholt neu aufgelegt; seit 2009 erscheinen regelmäßig Neuauflagen im Edinburgher Verlag Kennedy & Boyd.


Literatur- und Quellenverzeichnis:

J. Howard Woolmer: A Checklist of the Hogarth Press. 1917–1946. Woolmer/Brotherson Ltd., Revere, Pennsylvania 1986

Helen Southworth (Ed.): Leonard & Virginia Woolf. The Hogarth Press and the Network of Modernism. Edinburgh University Press 2012

Joanne Shattock: The Oxford Guide to British Women Writers. Oxford University Press, Oxford 1994

Matthias Schüth: Englands Politische Universitätsjugend, 1931–1940: Ein Beitrag Zur Erforschung Politischer Kollektivmentalitäten Im Europa der Dreissiger Jahre, LIT Verlag, Münster 2001

David Gray: A Wheen O’ Blethers. The Changing Face of Scottish Literature. Lindsay Publications, Glasgow 2000

Lesley A. Hall: Naomi Mitchison: A Profile of her Life and Work. Conversation Pieces 15, Aqueduct Press, Seattle 2012 (Kindle)

Jenni Calder: The Burning Glass. The Life of Naomi Mitchison. Sandstone Press, Dingwall, Rossshire 2019

Doris Lessing: Schritte im Schatten. Autobiographie 1949–1962. Goldmann Verlag, 1999

Susanne Amrain: Nachwort. In: Radclyffe Hall: Quell der Einsamkeit.Daphne Verlag, Göttingen1991

Naomi Mitchison: Small Talk / All Change Here. Autobiographical Writings. House of Lochar, 2000

Naomi Mitchison: You May Well Ask. A Memoir 1920–1940. Flamingo Edition, Fontana Paperbacks, London 1986

orlando.cambridge.org/public/svPeople?person_id=mitcna

de.wikipedia.org/wiki/Naomi_Mitchison

de.wikipedia.org/wiki/John_Scott_Haldane

spartacus-educational.com/PRmitchison.htm

thepeerage.com

Hammersmith and Fulham Historic Buildings Group. Newsletter No. 14, Spring 2006 / www.hfhbg.org.uk/newsletters/Newsletter-14-Spr-06.pdf

historicengland.org.uk/listing/the-list/list-entry/1412206

general-southerner.blogspot.co.at/2012/05/cheyne-walk-chelsea-very-very-special.html

www.dustjackets.com/

 

Bildnachweis:

Familie Mitchison 1930-er Jahre: Aus: Naomi Mitchison: You May Well Ask: A Memoir 1920–1940. Flamingo edition, Fontana Paperbacks, London 1986

Cloan House: www.geograph.org.uk/photo/128023 / © Copyright Rob Burke
Rivercourt House: www.hamra.org.uk/upload/The Mall Conservation Document.pdf
Rivercourt Squashcourt: www.hfhbg.org.uk/newsletters/Newsletter-14-Spr-06.pdf

Carradale House: www.kintyreforum.com/viewtopic.php?t=3527

2013 NouFest in Carradale: www.youtube.com/watch?v=dRsb8XSXCWg

 

Veröffentlichungen über Naomi Mitchison (Auswahl):

Jill Benton: Naomi Mitchison: A Century of Life and Letters. Pandora Press 1990

Jenni Calder: The Nine Lives of Naomi Mitchison. Virago Press 1997 / revised edition: The Burning Glass. The Life of Naomi Mitchison. Sandstone Press, Dingwall, Rossshire 2019

Lesley A. Hall: Naomi Mitchison: A Profile of her Life and Work.

Conversation Pieces 15, Aqueduct Press, Seattle 2012 (Kindle)

Mary Chamberlain (Ed.): Writing Lives. Virago Press 1988

 

Denis Anthony, Naomi, Valentine Harriet, John Murdoch, Nicholas Avrion, Sonja Lois und Dick Mitchison Anfang der 30-er Jahre

Cloan House in Perthshire, der Wohnsitz von Naomi Mitchisons Großeltern väterlicherseits

Cheyne Walk in Chelsea hatte im Lauf der Zeit einige berühmte BewohnerInnen zu verzeichnen: die Namen  reichen von Elizabeth Gaskell, George Eliot, Dante Gabriel Rosetti, Algernon Swinburne, George Meredith, James Whistler, Henry James, Sylvia Pankhurst, T.S. Eliot bis Mick Jagger und Keith Richards.

Naomi und Dick Mitchison lebten im Rivercourt House bis 1938. Am Ende des Gartens befand sich ein von John Macgregor entworfener Squashcourt (links).  Das Haus beherbergt heute die Latymer Upper School, der Squashcourt wird als Studio für Theateraufführungen benutzt.

Gertrude Hermes (1901–1983) war eine enge Freundin der Mitchisons. Sie studierte an der Beckenham School of Art und lebte in den späten 20-er und frühen 30-er Jahren in Hammersmith. Für das Rivercourt House gestaltete sie einen Schlangenbrunnen und das Seepferdchen am Dach des Squashcourt.

Carradale House auf der schottischen Halbinsel Kintyre







Naomi Mitchison - Veröffentlichungen (Auswahl):

Romane, Kurzgeschichten, Gedichte:

The Conquered. Jonathan Cape, London 1923, 1966 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2009

When the Bough Breaks, and Other Stories. Jonathan Cape, London 1924 / dt.: Jenseits des Sieges, 1952

Cloud Cuckoo Land. Jonathan Cape, London 1925 / Hodder and Stoughton, London 1967 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2011

The Laburnum Branch: Poems. Jonathan Cape, London 1928 / Harcourt, Brace and Co., New York 1928

Black Sparta: Greek Stories. Jonathan Cape, London 1928

Barbarian Stories. Jonathan Cape, London 1929

The Hostages, and Other Stories for Boys and Girls. Jonathan Cape, London 1930

Boys and Girls and Gods. Watts, London 1931

The Corn King and the Spring Queen. Jonathan Cape, London 1931 / dt.: Kornkönig und Frühlingsbraut, 1985

The Powers of Light. Ill. by Eric Kennington. Pharos, London 1932

The Delicate Fire: Short Stories and Poems. Jonathan Cape, London 1933 / Harcourt, Brace and Company, New York 1933 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2012

Beyond This Limit. With Pictures by Wyndham Lewis. Jonathan Cape, London 1935 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2008

We have been Warned. Constable and Company, London 1935 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2012

The Fourth Pig: Stories and Verses. Constable and Company, London 1936

The Blood of the Martyrs. Constable and Company, London 1939

The Alban Goes Out. Raven Press, Harrow 1939

The Bull Calves. Jonathan Cape, London 1947 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2013

The Big House. Faber and Faber, London 1950 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2010

Travel Light. Faber and Faber, London 1952 / dt.: Eine Reise durch die Zeit, 1987 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2013

Lobsters on the Agenda. Victor Gollancz, London 1952

Graeme and the Dragon. Faber and Faber, London 1954

The Swan’s Road. Naldrett Press, London 1954

The Land the Ravens Found. Collins, London1955

To the Chapel Perilous. Allen and Unwin, London 1955 / dt.: König Artus läßt schön grüßen, 1986

Little Boxes. Faber and Faber, London 1956

Behold your King. Frederick Muller, London 1957 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2009

The Far Harbour. Collins, London 1957

Five Men and a Swan: Short Stories and Poems. Allen and Unwin, London 1957

Judy and Lakshmi. Collins, London 1959

The Rib of the Green Umbrella. Ill. by Edward Arizzone. Collins, London 1960

Karensgaard: the Story of a Danish Farm. Collins, London 1961

Memoirs of a Spacewoman. Victor Gollancz, London 1962 / dt.: Memoiren einer Raumfahrerin, 1980 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2011

The Fairy who couldn’t Tell a Lie. Collins, London 1963

Ketse and the Chief. Thomas Nelson and Sons, London 1965

When we Become Men. Colllins, London 1965 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2009

Friends and Enemies. Collins, London 1966

The Big Surprise. Kaye and Ward, London 1967

Don’t Look Back. Kaye and Ward, London 1969

The Family at Ditlabeng. Collins, London 1969

Sun and Moon. Bodley Head, 1970

Cleopatra's People. William Heinemann, London 1972 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2010 / dt.: Kleopatras Kinder, 1987

The Danish Teapot. Kaye and Ward, London 1973

Sunrise Tomorrow: a Story of Botswana. Collins, London 1973

Solution Three. Dennis Dobson, London 1975 / Feminist Press at The City University of New York, 1995 / dt. Lösung drei, 1984

Snake! Collins, London 1967

The Two Magicians. With Dick Mitchison. Dobson, London 1978

The Cleansing of the Knife and Other Poems. Canongate, Edinburgh 1978

The Vegetable War. Hamish Hamilton, London 1980

Images of Africa. Canongate, Edinburgh 1980 / Geschichten aus Afrika, 1986

What do you think yourself? Scottish Short Stories. Paul Harris, Edinburgh 1982

Not By Bread Alone. M. Boyars, London and Boston, MA 1983

Early in Orcadia. Richard Drew, Glasgow 1987

A Girl Must Live: Stories and Poems. Richard Drew, Glagow 1990

The Oath-Takers. Balnain, Nairn, Scotland 1991

Sea-Green Ribbons. Balnain Books, Nairn, Scotland 1991

Theaterstücke:

Nix-Nought-Nothing: Four Plays for Children. Jonathan Cape, London 1928

The Price of Freedom: A Play in Three Acts. With Lewis Gielgud. Jonathan Cape, London 1931

Kate Crackernuts: A Fairy Play for Children. Aldan Press, Oxford 1931

An End and a Beginning and Other Plays. Constable and Company, London 1937

As it Was in the Beginning: A Play in Three Acts. With Lewis Gielgud. Jonathan Cape, London 1939

Historical Plays for Schools. Constable and Company, London 1939

Spindrift. A Play in Three Acts. With Denis Macintosh. Samuel French, London 1951

Sachliteratur:

Anna Comnena. Representative Women Series. Gerald Howe, London 1928 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2009

Comments on Birth Control. Faber and Faber, London 1930

(Ed.) An Outline for Boys and Girls and their Parents. Victor Gollancz, London 1932

The Home and a Changing Civilisation. Twentieth Century Library. John Lane, London 1934

Vienna Diary. Victor Gollancz, London 1934 /  Kennedy & Boyd, Edinburgh 2009

Socrates. With R. H. S. Crossman, Hogarth Press, London 1937

The Moral Basis of Politics. Constable and Company, London 1938

The Kingdom of Heaven. William Heinemann, London 1939

(Ed.) Re-Educating Scotland. Scottish Convention, Glasgow 1944

Men and Herring: A Documentary. With Denis Macintosh. Serif Books, Edinburgh 1949

Highlands and Islands. Unity Publishing, Glasgow 1954

Other People's Worlds. Secker and Warburg, London 1958

A Fishing Village on the Clyde. With George Patterson. Oxford University Press, London 1960

The Young Alexander the Great. Max Parrish, London 1960

Presenting Other People’s Children. Paul Hamlyn, London 1961

(Ed.) What the Human Race is up to. Victor Gollancz, London 1962

Young Alfred the Great. Max Parrish, London 1962

A Mochudi Family. Department of Education, School Publications Branch, Resource Guide 13, Wellington, NZ 1965

Return to the Faity Hill. Heinemann, Wellington, NZ 1966

African Heroes. Ill. by William Stubbs. Bodley Head, London 1968

The Africans. Anthony Blond, London 1970

A Life for Africa: The Story of Bram Fischer. Merlin Press, London 1973

Oil for the Highlands? Fabian Society, London 1974

Sittlichkeit: 38th Haldane Memorial Lecture. University of London, Birkbeck College, London 1975

Margaret Cole, 1883-1980. Fabian Society, London 1982

Autobiografien, Erinnerungen:

Small Talk: Memoires of an Edwardian Childhood. Bodley Head, London 1973 / Kennedy & Boyd, Edinburgh 2009

All Change Here: Girlhood and Marriage. Bodley Head, London 1975

You May Well Ask: A Memoir 1920-1940. Victor Gollancz, London 1979

Mucking Around: Five Continents Over Fifty Years. Victor Gollancz, London 1981

Among You Taking Notes: The Wartime Diary of Naomi Mitchison 1939-1945. Ed. by Dorothy Sheridan. Victor Gollancz, London 1985 / Oxford University Press, Oxford 1986

Saltire Self-Portraits 2. The Saltire Society, Edinburgh 1986

As It Was: Small Talk / All Change Here. Richard Drew, Glasgow 1988